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Wege aus der Krise: wie dichtende Denker Gesellschaft gestalten

Königsmörder und Vagabunden

Das Ziel wurde weiter oben wie folgt formuliert:

Die neue Gemeinschaft setzt ein neues Verhältnis zu den alten Bünden und Sippen voraus.

  • Kamaraderie will sich zu zeitweiligen Interessen- und Forschungsgemeinschaften wandeln, die auf respektvoller Anerkennung der Kompetenz anderer gründen. Jeder strebt eigenständig und selbstverantwortlich nach Erkenntnis, doch bereit, die Ergebnisse / Standpunkt anderer zur Vervollständigung mit einzubeziehen.
  • Instinkte des mitmachen und sich anpassen Müssens wollen zu williger Bindung an jene Menschen werden, mit denen einen das Leben selbst in Wirtschafts- und Versorgungsgemeinschaften immer neu zusammenführt. Diesen öffnet man sich wie sonst nur Geschwistern oder Familienangehörigen, verbunden durch Dank und Sorge

Auf die Palme gehen

Was solch selbstgewählter zwischenmenschlichen Verbindung entgegensteht, sind die schon angesprochene Zwangsverbrüderung und Fremdvermobbung. Durch “Drücken der richtigen Knöpfe” können Mobs und Banden künstlich geschaffen werden. Was das heißt kennt jeder, z.B. bei Schimpfworten wie “du Depp” oder “was für ein Vollpfosten”.

Da regt sich unwillkürlich Empörung, nicht wahr, und man geht auf die Palme (nach oben also!). Im Grunde wird hier das eigene Denkvermögen in Frage gestellt, doch lässt man sich auf den Vorwurf ein, hat der andere sein Ziel erreicht – einen mundtot zu machen. So einfach ist das, und funktioniert in Diskussionen immer wieder prächtig.

Tief in einem rebelliert etwas dagegen, “so einer” genannt und diskreditiert zu werden, also als dumm und damit unglaubwürdig hingestellt zu werden (Kampfbegriffe wie Nazi oder Klimaleugner funktionieren nach diesem Prinzip). Widersteht man aber dem Instinkt zur Empörung, dann kann sie einen Wertvolles lehren: nämlich wie wacklig die eigenen Standpunkte oft sind, und wie sehr vermischt mit dem Wunsch nach Bestätigung durch Gleichgesinnte. Hier wartet Gelegenheit, ins Selbstvertrauen zu finden.

Im Freien Geistesleben wäre, nebenbei bemerkt, das Gespräch an dieser Stelle vorbei oder würde unterbrochen. Wer nicht sachlich und bei Argumenten bleiben kann (von Ausrutschern abgesehen), hat unter Freien Geistern nichts zu suchen.

Im Boden versinken

Ähnlich wuchtig kann uns die Verbindung mit dem Mutterpol zu Bewusstsein kommen, nämlich wenn der Partner fremdgeht, dem man das “nie und nimmer zugetraut hätte” (da steckt das Vertrauen drin!). Da empört man sich nicht und begehrt auf, sondern wird im Gegenteil von Ohnmacht ergriffen.

Ähnlich wie bei der Scham, wo man im Boden versinkt, zieht es einem den Boden unter den Füßen weg (nach unten also!), bis dahin, dass man die ganze Existenz in Frage stellt und im Extrem den Lebenswillen verliert. So wirken Schuldzuweisung, Liebesentzug und Ausgestoßenwerden. Versinkt man aber nicht im Gefühlswirrwarr und Schmerz, sondern erlebt beides, dann werden sie zum Geburtshelfer für Mitgefühl. Deutlich leuchten hier Vater- und Mutterpol durch.

Das Problem extremer Parteilichkeit liegt darin, keine stabile, sprich freie Beziehung zu ihnen zu haben. Sie ist die Voraussetzung für freies Denken und unvoreingenommenes Mitempfinden.

Beides ist nur zu haben, wenn schmerzhafte Reifeprüfungen bestanden werden, die wir heute nicht gezielt durchmachen, wenn überhaupt. Sind sie bestanden, kann man frei in der Welt stehen und wird souverän. Formulieren wir den Archetyp:

  1. Wer im Denken sicher auf eigenen Beinen stehen will, muss zuerst den König töten und das Vaterland verraten; er muss durch eine Glaubenskrise.
  2. Und wer nicht nur die Seinen, sondern die Menschheit als Familie lieben will, muss erst zum Volksverräter und Heimatlosen werden. Er muss die Sinnkrise bestehen.

Sinn- und Glaubenskrisen bestanden zu haben, ist für alle unverzichtbar, die dreigliedrig leben wollen. Sehen wir uns zunächst den vertrauteren Vaterpol an.

Wertvolle Ent-Täuschungen

Kinder glauben ihren Eltern, weil das in der Natur der Dinge liegt. Sie kommen ja aus der mütterlichen Welt, zu der das Nicht-Hinterfragen im vertrauenden Glauben gehört. Doch schon in der Warum-Phase regt sich die Fragelust, die sich in der Pubertät zum Hinterfragen steigert.

Idealerweise entdeckt man, dass die Eltern oder sonst eine Autorität nicht das sind, wofür man sie gehalten hat.

Wir alle machen Enttäuschungen durch, etwa dass Papa Sexheftchen hat, der Chef in die Kasse greift oder der liebe Gott wohl doch nicht so lieb ist. Denn warum sonst lässt er all das Leiden zu? Wir erleiden Seelennot, weil Wahrheiten erschüttert werden, an deren Bestand wir fest geglaubt haben. In der Glaubenskrise zerbricht diese Sicherheit, und wir können uns nirgends mehr festhalten – außer an der Fähigkeit, uns selbst ein Bild zu machen. Die Krise appelliert an einen Mut in uns, den wir schon vor langer Zeit erworben haben.

Den Mut zum selbständigen Denken.

All die Schlachten der Vergangenheit, wo man dem Anführer ins Getümmel folgte, bereit für ihn zu sterben: auch sie entsprangen nicht menschlicher Meuchellust oder Eroberungsgier. Sie hatten in erster Linie ein pädagogisches Motiv, nämlich zu Standhaftigkeit, Treue und Heldenmut zu erziehen, Eigenschaften, ohne die man nicht Herr seiner Sinne und Gedanken sein kann.

Anmerkung
Was das Schreiben und vielleicht auch Lesen dieses Beitrags so schwer macht, sind die vielen Tabus, an die gerührt werden muss. Es wird viele empören, Denken mit Todesmut und Standfestigkeit in Verbindung zu bringen, weil letzteres in die Macho- oder noch schlimmer Naziecke verbannt wurde, und weil Denken angeblich vom Gehirn besorgt wird – nicht von uns selbst als aktiv Denkenden. Doch es ist die gleiche Art von Empörung wie bei “Du Volltrottel”, und deshalb eine wunderbare Gelegenheit, sich eben jetzt der Prüfung zu unterziehen, mit der mutigen Frage: Was glaube ich, und was ist wahr?

Töte nicht den Boten!

Liebe zum Anführer oder König ist das Motiv unzähliger Lieder und alter Geschichten, und untrennbar mit Kameradschaft verbunden, mit Blut und Ehre, Kaltblütigkeit, Treue und Unerschütterlichkeit. Aber dieser ganze männliche Zirkus, als den wir ihn inzwischen empfinden (Frauen mehr als Männer), war Vorbereitung für die heutige Zeit. Denn wozu Corona überdeutlich einlädt, ist, den Anführer und seine Wahrheit zu hinterfragen. Es ist Zeit, uns zu ermannen, streitbar zu werden und denen da oben mutig die Stirn zu bieten! Wir können selber denken!

Sie haben Angst, ihr Weltbild könnte zusammenbrechen. Da muss man aber durch, verdammt nochmal, wenn man Frauen, Kinder und auch Kameraden schützen will!

Einst haben wir den Oberen vertraut wie unseren Eltern, und durften das auch (siehe Ehrenkodex). Was sie uns lehrten, nahmen wir auf Treu und Glauben an. Wir haben gehorcht, im Sinne des Horchens, und das wollten und sollten wir auch. Doch wer immer nur hört, bleibt eben hörig, und muss irgendwann die Ohren verschließen, um zur eigenen Urteilskraft zu erwachen. Erst muss das Band zerreißen, das uns an den Lippen des verehrten, geliebten Führers kleben lässt, und das tut weh. Man kann klug sein, sogar Professor werden, ohne die gemeinte Prüfung absolviert zu haben.

Zur Überprüfung genügt die Frage: Könnte die Erde doch nicht rund sein, sondern flach?

Ich kenne genügend gestandene “Freidenker”, die man damit auf die Palme bringen kann. Doch wen allein die Frage in Wallung bringt, ist einem verinnerlichten Denktabu auf der Spur. Und wer sich zudem über den Frager empört, Verachtung für diesen “Idioten” empfindet oder der Überheblichkeit des Besserwissers nachgibt, dem steht die Prüfung noch bevor. Warum heißt das Freie Geistesleben so? Wovon ist es frei?

Nun, frei davon, es persönlich zu nehmen oder auf eine Person zu projizieren. Töte nicht den Boten!

Jemanden also für die Frage nicht zu verteufeln, sondern sich ihr selbstkritisch in aller Ruhe zu stellen: was weiß ich über die Form der Erde? Habe ich das für mich selbst überprüft? Man wird in der Regel feststellen (wenn man ehrlich ist), dass man wenig darüber weiß, sondern nur dem Glauben geschenkt hat, was “Autoritäten” sagen. Ich weiß nicht, welche Form sie hat, nur dass es gewichtige Einwände gegen beide Varianten gibt. Im Internet aber laufen hitzige Diskussionen, wo die jeweilige Gegenseite aufs Übelste als Bande von Vollpfosten beschimpft wird. Genau wie im Bundestag. Ein deutlicher Hinweis auf nicht absolvierte geistige Abnabelung als Voraussetzung zur Sachlichkeit.

Anmerkung
Sehr vieles wartet auf Korrektur, was derzeit als “gesichert” gehandelt wird, z.B. die Sache mit den Millionen Jahren, in denen sich “geologische Schichten” übereinander gestapelt haben sollen. Durch eine überwältigende Fülle von neuen Fakten – dem Internet und Freidenkern sei Dank – kommt zum Vorschein, dass es sich dabei nur um eine (falsche) These handelt. Doch statt sie in Frage zu stellen und neu zu diskutieren, lässt das wissenschaftliche Establishement lieber Beweise verschwinden. Vieles, das wir einfach geglaubt haben, beruht auf Irrtum in Begleitung bewusster Fälschung.

Das Stehen zu einer Sache, Fahne oder Parole haben wir in den früheren Kulturen ausgiebig geübt. Ob diese Sache richtig war, stand nicht zur Debatte, weil es ja um die Konzentration ging, also die Kraft zur Ausblendung des gerade nicht Relevanten. Inmitten des Kampfgetümmels die Ruhe zu bewahren, das übt man in (Rede-) Schlachten. Genau diese Kraft ist zum Fassen von Gedanken nötig, damit man sie im Gedankenbogen zum Gesprächsfaden säuberlich aufreihen kann.

Denken ist anstrengend, weil man leicht den Faden verliert und abschweift. Da meldet sich dann der Schweinehund, der sich die Dinge einfach machen und zurechtbiegen möchte, doch dem gilt es zu wehren. Denken fordert, seine Launen, Emotionen und persönlichen Wünsche an die Leine zu nehmen, und ganz bei dem zu bleiben, was wirklich ist.

Kaltblütiges Durchhaltevermögen aus Liebe zum Richtigen (Ergebnis) sollte über die Liebe zum König gelernt werden.

Doch weil von Gedanken auch Verlockung und Verführung ausgeht, braucht es die zusätzliche Kraft der Lösung. Und deshalb gehörte zur alten Lehrmethode, jemanden in Widersprüche zu verwickeln und ihm Fallen zu stellen. Da regt sich besagte Empörung, denn wie kann der Lehrer / König das tun? Diese Emotion muss auf die Spitze getrieben werden, bis die (blinde) Liebe zur Autorität sich zu Unwillen und sogar Hass steigert. Erst im Angriff auf den Leitwolf ermächtigt man sich, führt selber den Beweis und verteidigt das als richtig Erkannte. Lächelnd sagt der gute Lehrer dann: “Siehste, geht doch”.

Abschied von der geliebten Obrigkeit

Erst wer sich gegen die Oberen zu wenden mag, was dem Verzicht auf deren Liebe und als so wohlig empfundene Anerkennung gleichkommt, kann die Augen für die Fakten an sich öffnen.

Erst dann blickt man dem himmlischen Vater ins Angesicht, und kann die ganze Wahrheit der von ihm gesetzen Ordnung studieren.

Erst dann wird man selber zum Vater, ist frei, aber auch einsam in der Verantwortung. Der Preis eigenen Denkens ist der Abschied vom König, aber auch von den (Partei-) Kameraden. Denn künftig kämpft man nicht mehr für sie, sondern für die Wahrheit – einsam und unparteiisch mit aller Möglichkeit persönlichen Irrtums, aber auch des Erkenntnisgewinns. Denn das einmal Erkannte kann einem niemand mehr nehmen.

Solches Aufbegehren gegen die (Rudel-) Ordnung wird von (noch) obrigkeitshörigen Kameraden als Landesverrat bezeichnet, und der Verräter an der einen Sache als Kameradenschwein. Uralte Vorwürfe, die dort gerechtfertigt waren, wo jemand aus Lust und Laune und Eigensinnigkeit die gute und einzig denkbare (!) Sache verriet.

Doch wer sich als treu, standhaft, ehrenhaft und würdig erwiesen hatte, der durfte – ja sollte den König und seine Ordnung hinterfragen, um zum Freiherrn oder Freifrau aufzusteigen, zum Edelmann und Edelfräulein. Solche Freigeister können sich dann mit anderen zur königlichen Ratsversammlung finden.

Die Wahrheit des weisen Anführers war immer nur als Beispiel, als Lehrwahrheit gedacht und gemeint, nicht als der Weisheit letzter Schluss. Die jeweiligen vaterländischen Ordnungen waren eben nur Teilwahrheiten, nur richtig und angemessen für diese Gemeinschaft an diesem Ort zum Zeitpunkt X. Das sollte dieses Bild veranschaulichen.

Oder so in anderer Ansicht, in der die geistige Bindung an eine Wahrheit zum Ausdruck kommen soll.

Nach der Befreiung sieht die Stellung so aus.

Die zart-wackligen Linien deuten die (weibliche) Beweglichkeit des Weltbildes an. Zum Bild finden die einzelnen Ideen durch logische Verknüpfung und Abgleich mit der Wirklichkeit. Auch neue Fakten ändern das Bild.

Fassen wir zusammen, was zur Befreiung des Denkens nötig ist: lerne gewissenhaft und treu zu einem Sachverhalt zu stehen, denn nur bei 90 Grad ist der rechte Winkel recht. Bekämpfe den Schweinehund und das Milchmädchen in dir. Dann stelle dich aufkeimenden Zweifeln bis zur Glaubenskrise, um aus dem Glauben ins Wissen und eigenständiges Denken zu finden. Liebe die Wahrheit, nicht die Kameraden, und sei auf der Hut vor aufkommender Verbrüderung! Denn der grüne Bund der Coronagläubigen Gutmenschen wird dich genauso vereinnahmen wollen, wie der schwarze Bund der aufgeklärten Systemkritiker.

Wird es also noch Beamten in der Dreigliederung geben, die Vorschriften zu befolgen haben? Oder Doktorväter, die “Konformität mit dem wissenschaftlich Anerkannten” vom Doktoranden fordern? Oder standardisierte Abiturprüfungen und Parteizwänge? Gewiss nicht. Denn wird das Hinterfragen und eigenständige Denken verhindert, statt gefördert, zieht man Gedankenpolizisten, feige Blockwarte und Diktatoren heran. Nicht willens zur Übernahme eigener Verantwortung tun sie, was man ihnen befiehlt.

Zeit des Erwach(s)ens

Der für eine Dreigliederung geeignete Mensch will gerade geboren werden, doch ohne schmerzhafte Geburtswehen geht es nicht.

Die Beweise türmen sich inzwischen zum Himmel, dass Regierungen nicht nur ein wenig gelogen haben. Seit mindestens dem 2. WK ist alles, was wir für korrekte, weil “offizielle” Berichterstattung hielten, in der Mehrzahl reines Hollywood. Fantasie, Fiktion und gezielte Desinformation, wie dieses Video wunderbar zeigt.

Der (amerikanische) Vater hat uns nach Strich und Vater belogen, und nichts ist, wie es scheint.

Das zu erkennen ist wirklich schmerzhaft, aber auch heilsam und Grundlage für Eigenermächtigung. Schließlich sind wir es, die den Oberen einfach alles kindlich geglaubt haben. Ist ja auch angenehmer, sich umsorgt und beschützt zu fühlen, aber eben kindlich. Deshalb gilt mein voller Respekt all jenen, die für Hinterfragen offizieller Versionen als Verrückte verunglimpft werden. Wer allein die Vorstellung abwehrt, die da oben könnten auch dunkle Ziele verfolgen, hat die Prüfung nicht bestanden. Das braucht Mut, aber auch Vorsicht, sich von den neuen Kameraden nicht vereinnahmen zu lassen, die hinter jeder Ecke Schatten sehen und am Ende über Reden nicht hinauskommen.

Übrigens: vom wem geht das Streben aus, Kontrolle über das Denken der Menschen zu bekommen? Vom Militär! Noch Fragen? Vereinseitigte Männlichkeit eben, das alle zu Kameraden machen und ihnen die Parole vorgeben möchte.

Zuletzt als Vorschau: die Eigenermächtigung ist jedoch erst durch Befreiung der Mutter in uns vollständig, weil sie uns die nötige Demut und Bescheidenheit verleiht, um als richtig Erkanntes immer wieder in Frage zu stellen und andere Gesichtspunkte mit einzubeziehen. Kommen wir zur Sinnkrise am Mutterpol.


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Thomas C. Liebl
 

Bewegungslehrer, Autor, Visionär. Mehr Infos hier.

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Jürgen Elsen - 3. Mai 2020

“..Man kann nicht gleich an Institutionen gehen, man kann nicht gleich neue Einrichtungen pflegen, sondern es handelt sich darum, dass möglichst viele Menschen sich finden, in deren Erkenntnisfähigkeiten diese Dinge drinnensitzen, dann wird man mit diesen Menschen Institutionen bilden können.” (GA 196)

R.S. spricht darüber 1920 – also vor 100 Jahren.
Sind heute irgendwo diese – letztenendes organisational wirkende Institutionen im Sinne des von Steiner gemeinten Kontextes von Menschen gebildet worden ?

Ich kann keine sehen. Das einzige, was mir dazu einfällt ist mal wieder das KRD und schade, daß hier geschaffene – natürlich noch in den Anfang steckende Institutionen, die den Menschen im Sinne des obigen Artikels im Mittelpunkt haben – gerade von denen, die schon 100 Jahre über so etwas debattieren nicht mit weiterentwickelt werden …

Woran liegt das? Was stimmt denn nicht? Was braucht es denn noch?

Reply
    Thomas C. Liebl - 3. Mai 2020

    Danke für Antwort, Jürgen!

    Nein, die Institutionen sind nicht gebildet worden, oder besser der Staat nicht dreigegliedert. Der Grund dafür liegt m.E. im Zitat. Es haben sich eben zu wenig Menschen gefunden, die “diese Dinge” verinnerlicht haben. Wer das tut, muss staatliche Bevormundung in Bildungs- oder Gesundheitsfragen (!) vehement ablehnen. Aber genau das erlebe ich bei sehr wenigen. Da haben Dichter noch Emanzipations vor sich, wie ich schrieb, und Denker Befreiungsarbeit.

    herzlich
    Thomas C.

    Reply
Jürgen Elsen - 13. Mai 2020

Danke, Thomas – natürlich auch wieder für Deine anregenden Texte, Deine Zeit und Aufwand …. !

Wie Du schon sagst: es haben sich zu wenige Menschen gefunden, die … VERINNERLICHT haben…

Bei mir bedeutet Verinnerlichung eben auch das Einschließen von Willensenergie (= Tat).

Der “Moll-Schritt” der Verinnerlichung ist nur die eine Seite, darauf folgt der “Dur-Schritt” der Tat.

Und deshalb reicht es auch nicht “irgendetwas” – ja meist wohl gedanklich und verbal – abzulehnen (wie Du schreibst), sondern es müssen DAZU dann auch Schritte manifestiert werden.

Sonst kommt es eben nicht zu den Einrichtungen (“Dur-Manifestationen”), selbst, wenn Menschen da sind, die schon schön “mollig” sind und das überall hintönen 😉

Wir können uns ja jetzt alle “corona-bewähren”. Ich setze nirgendswo eine Maske auf, sondern ein freundliches Lächeln.

Falls ich des Hauses (Geschäft) verwiesen werden, komme ich dem natürlich nach, aber nicht ohne entsprechende “Belehrung”, nach dem Motto: Sie müssen das nicht tun !!! 😉

herzliche Grüße und weiterhin viel Energie und Wohlwollen

Jürgen

Reply
Ursula - 27. Mai 2020

Ich möchte mitteilen, dass ich sehr zu einer Gemeinschaft im obigen Sinne zählen würde, aber doch lieber den Rückzug in mein kleines Reich antrete, da ich die allerwenigsten Menschen zu ertragen weiß.
Also gelingt es mir nicht, in einem heilenden Sinne zu wirken. Da ist zu viel kaputt.
Wozu kann ich denn noch dienen, wenn nicht zum Aufbau einer weiterführenden Gemeinschaft?

Reply
Martin MS - 3. Juni 2020

Auch wenn ich nicht alles 1 zu 1 teile, das Gefühl geistiger Verwandtschaft ist sehr deutlich, von daher: *meld*.
Herzlichen Gruß,
Martin aus Marburg

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