3

Freie Energie – Helle Köpfe im dunklen (?) Mittelalter

Straßenbahnen ohne Oberleitung

Hier ein besonderes Schmankerl, über das man in einschlägigen Foren gestoßen ist: Straßenbahnen ohne Stromabnehmer vor und um 1900.

Dieses seltene Video zeigt das kabellose Spektakel in New York im Jahre 1911. Ist die Qualität nicht bemerkenswert? 1911???

1911 – A Trip Through New York City

Wie fuhren diese Bahnen? War da ein Mechanismus eingebaut, der durch drahtlos übertragene Energie in Bewegung gesetzt wurde? Jules Vernes hätte es vielleicht gewusst. Hiermit kommen wir endlich zum Thema “Freie Energie”.

Das Kreuz mit der freien Energie

Was ist dran an Nikola Teslas Idee, Energie in unbegrenzter Menge einfach aus dem Raum zu gewinnen, also unter Ausnutzung des Spannungspotentials zwischen Atmosphäre und Erde? Könnte Stromerzeugung so einfach sein? Natürlich winken viele wie müde Oberlehrer ab, wenn mal wieder jemand im Internet ein Experiment vorstellt, und wahrscheinlich sind auch etliche der vorgestellten Freie Energie-Maschinen ein Täuschungsversuch.

Aber allein die Vorstellung, Energie gäbe es gratis, ist doch erschütternd!

Dann müssten wir nicht immer und immer wieder wertvolle Zeit mit der Suche nach einer Lösung der (vorgetäuschten?) Energiekrise verschwenden. Welcher Anteil der durchschnittlichen Arbeitszeit geht drauf, nur damit wir beleuchten, heizen und fahren können? Rund ein Drittel? Besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass uns “die da oben” längst bekanntes Wissen und Lösungen vorenthalten, um uns sinnlos zu beschäftigen, damit wir keine Zeit zur Besinnung finden? Nach 9/11 habe ich keinen Zweifel mehr daran.

Ich bin niemand, der etwas unbesehen glaubt, aber ich gewähre Mitmenschen Kredit, deren Absichten mir ernsthaft erscheinen. Ich bin nicht bereit, jemanden einfach als Spinner abzukanzeln, der offensichtlich Stunden und Tage in Experimente investiert hat, die er dann in einem Video wie dem nachfolgenden präsentiert. Man stelle sich vor, dieser Forschungsgemeinschaft stünde ein Milliardenbudget zur Verfügung wie BMW!

How Powering with Atmospheric Electricity Works

Der gezeigte Versuch mit Drohne hier etwas ausführlicher (Atmospheric Electricity Powering a Corona Motor/Electrostatic Motor).

Nikola Tesla behauptete, Raumenergie nicht nur gewinnen, sondern auch drahtlos über beliebige Entfernungen übertragen zu können. Zu diesem Zweck baute er den Wardencliff Tower, doch angeblich hat er nicht funktioniert. Warum baut dann aber die amerikanische Firma Viziv Technologies (Seite inzwischen gelöscht!) einen Turm, der dem von Tesla nicht nur äußerst ähnlich sieht, sondern dem gleichen Zweck dienen soll – nämlich der Gewinnung und drahtlosen Übertragung Freier (Raum-) Energie?

Tesla Tower damals und heute

Mehr Infos findest Du auf dieser und dieser Seite, oder unter dem Stichwort “Tesla Tower Texas”.

Könnte die Gewinnung Freier Energie also möglich und das Wissen darum unterdrückt worden sein? Durchaus, weil solche Machenschaften heute an der Tagesordnung sind. Was aber, wenn schon seit Jahrhunderten bekannt wäre, was wir für eine moderne Erfindung halten? Es mag nichts heißen, aber nach eigener Aussage forschte Nikola Tesla nicht im herkömmlichen Sinne, sondern hatte Visionen / Eingebungen. Er sah einfach, wie es gemacht werden muss, und womöglich spielt auch eine Rolle, dass sein Vater Priester war. Kirchen müssen ihm also sehr vertraut gewesen sein, und zwar im ursprünglichen Zustand. Als der glaubensfeindliche Kommunismus an die Macht kam, wurden viele Kirchen geschändet und geplündert. Manche sind vom Vandalismus verschont worden.

Auf dem einen Foto ist der Boden sogar mit Metallplatten ausgelegt!

Erzähl es weiter!

Zurück 1 2 3 4 5 6 Weiter

Thomas Christian Liebl
 

Bewegungslehrer, Autor, Visionär. Mehr Infos hier.

Klicke hier um direkt auf facebook zum kommentieren! 3 Kommentare
Bernhard - 12. April 2020

Hallo Thomas!

Danke vorerst für deine klare und kurzgehaltene Darlegung einiger Dubiositäten unserer Geschichte!Das einzige “Problem” das ich als Nachrichtentechniker und Verehrer Rudolf Steiners habe ist folgendes:
Kein Gebäude überlebt unbeschadet einen Blitzeinschlag ohne Blitzableittechnik!
Wenn man also ausser diesen “Verzierungen”, Kugeln und Metalldingern nichts findet was auf einen Blitzableiter hindeutet dann stimmt da was nicht!!!Natürlich ist es möglich Atmosphärische Energie zu gewinnen…ok.
Elektrizität ist aber nix konstantes und müsste vor der Nutzung “gerichtet” werden.Ein paart Antennen und schon leuchtet ganz Paris ist zuwenig.Man müsste mal schauen wie es unter diesen Verzierungen und Metallkugeln weitergeht.Auch in der Jetztzeit sind die Sendemasten, Antennen usw., also was wir von Aussen sehen nur die Spitze des Eisbergs.Vielleicht sollte man tiefer nachforschen….ich finde bezüglich meine “Problems” leider nix was Sinn macht.Nicht mal bei Rudolf Steiner finde ich was dazu obwohl ich bis jetzt in seinen Werken immer eine Lösung auf die meisten Fragen gefunden habe 🙂

….bleibt nur mich zu bedanken für deine Tolle Seite!

glg

Antworten
Heinz Harald - 7. Februar 2021

Lieber Thomas Christian,
zu den Straßenbahnen ohne Oberleitungen habe ich ein anderes Wissen.
Vor der Einführung von Oberleitungen bildeten die zwei Schienen die Stromzuführung. Es war auch die Zeit des Stromkrieges zwischen Tesla und Edison. Am Anfang fuhren die Straßenbahnen mit Gleichstrom, der aber bei längeren Leitungen wegen des wachsenden Widerstandes immer wieder neu eingespeist werden musste. Tesla hatte zu dieser Zeit den effektiveren Wechselstrom erfunden (Kraftwerk an den Niagarafällen), da er durch Transformatoren in höhere Spannung umgewandelt werden konnte. Hohe Spannung = kleinere Ströme = kleinerer Widerstand. Daher wurde die Weltausstellung 1893 in Chicago durch Wechselstrom über die Westinghouse-Stopper-Lamp großzügig beleuchtet.
Bei der Umstellung der Straßenbahnmotoren auf Wechselstrom passierte es, dass die Pferde mit ihren Hufeisen gleichzeitig auf zwei Schienen standen und durch den gegenüber Gleichstrom gefährlicheren Wechselstrom zu Tode kamen. Das nutze Edison aus, um gegen den Wechselstrom zu Felde zu ziehen.
Edison verlor den Stromkrieg und so wurden die Oberleitungen eingeführt, damit es nicht mehr zu diesen tödlichen Zwischenfällen führte. Wir hatten z.T. in Leipzig noch in den 50er Jahren Gleichstrom im Haushalt. Bei Versuchen mit diesem Gleichstrom erhielt ich ab und zu einen Stromschlag, der zu keinen gesundheitlichen Folgeschäden führte. Bei Wechselstrom kann das gefährliche Herzflimmern auftreten.
Also keine Freie Energie für Straßenbahnen in New York um 1900.

Antworten
    Thomas Christian Liebl - 7. Februar 2021

    Danke lieber Heinz-Harald,

    ja tatsächlich, so könnte es gewesen sein – doch (schnelle) Erklärungen sind nicht das Ziel dieser Serie.

    Mir geht es darum, auf die heute dominierende Art des Denkens aufmerksam zu machen, das von dieser eigenartigen intellektuellen Befriedigung begleitet ist. Siehste (mein Kind), ist doch alles ganz einfach. Nur ein wenig nachdenken und es zeigt sich: wir haben alles im Griff. Keine Freie Energie, kein Hokuspokus. Wir wissen ganz genau, was, wer, wann gemacht hat. Ganz logisch, aus A folgte B…

    Und befriedigt lehnt sich der Gelehrte in uns wieder zurück, und vergisst seinen Hamlet. Denn es würde ja verunsichern, dass es viel mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als der dürre Verstand zu fassen vermag.

    Es ist dies ein Denken, das in Teilbereichen seine Berechtigung hat, doch nicht zur Erklärung der GANZEN Realität taugt. Ein Denken, das den so dringende benötigten Zugang zum Übernatürlichen versperrt, weil es keinen Raum lässt oder lassen möchte für Ungereimtheiten. Dazu zählen z.B. Spontanheilungen, die von der rationalen-materialistischen Medizin mit Achselzucken ins Kuriositätenkabinett verbannt werden, weil ein darauf-eingehen unangenehm wäre. Dann müsste man sich nämlich jener überphysikalische Ebene zuwenden und sie in Betracht ziehen, die man mit Äther- oder Lebenskraft bezeichnet, wo es Astralreisen gibt und Moleküle nicht von Massenanziehung zusammengehalten werden.

    Vielleicht stimmt die Geschichte mit Tesla, Edison und Westinghouse sogar – woran berechtigte Zweifel bestehen – aber was ist dann mit all den anderen Ungereimtheiten, die in der Serie aufgeführt wurden? So gern auch ich auf dem Boden der Tatsachen stehe, so halte ich den Zweifel für ein Heilmittel. Der Zweifel, ob die Welt so ist, wie man uns sagte, der hat die Macht, das Denkgefängnis zum Einsturz zu bringen.

    Doch dazu muss man staunen und sich wundern können, ohne sofort nach Erklärungen zu suchen. Also die Erklärungsnot erstmal zu empfinden und auszuhalten. Dazu möchte ich hier anregen, dass man diesen Zustand sucht und eine Weile in ihm verbleibt. Erst dann kann die Trennung zwischen Wissenschaft und Religion, zwischen natürlich und übernatürlich spürbar werden, die Kluft, die mitten durch unsere Seelen geht. Nur daraus wächst der Wunsch nach Heilung des Risses.

    herzlich
    Thomas Christian

    Antworten

Schreib etwas!

>