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Freie Energie – Helle Köpfe im dunklen (?) Mittelalter

Bei genauem Hinsehen kann man auf alten Fotos merkwürdige Apparate entdecken, z.B. in Haushalten.

Auch bei den schon erwähnten Weltaustellungen bekam man kuriose Dinge vorgeführt. Viel mehr Fotos sind hier zu finden. Bitte ansehen!

Hast Du auch den verlinkten Artikel besucht? Fühlt man sich da nicht auf die Nautilus versetzt? Die hatten ganz offensichtlich eine Technik, die noch in Verbindung mit der alten Baukultur stand, die alles verzierte. Da erscheint es auf einmal doch sehr merkwürdig, dass nur zwei Jahre nach der (angeblichen?) Erfindung der Glühlampe durch Edison (1881) die Columbian Exposition von Chikago in hellem Licht abertausender Glühbirnen (?) erstrahlt, oder?

Dieses Foto des Eiffelturms erweckt nicht den Eindruck von Glühbirnen, sondern von drei enorm starken und großen sphärischen Lichtquellen. Was ist das?

Paris Expo 1889

Noch interessanter wird es bei Abbildungen aus dem angeblich dunklen Mittelalter oder Barock. Fackeln hatten die gar nicht nötig.

Das nachfolgende Bild stammt aus diesem lesenswerten Beitrag.

Es werde Licht!

Ich muss zugeben, ich hatte unsere Vorfahren gehörig unterschätzt, bzw. nie unvoreingenommen auf diese Gebäude geblickt, sondern durch die von Ablehnung über die Verbrechen der Kirche gefärbte Brille. Aber wenn man ruhig nachdenkt, widersprechen sich rußende Fackeln und dieses hohe Maß an künsterischer und bautechnischer Fertigkeit, oder? Entstammen sie womöglich einer anderen Geistesströmung als jener fanatischen, die gerne Leute verbrannte?

Erzähl es weiter!

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Thomas Christian Liebl
 

Bewegungslehrer, Autor, Visionär. Mehr Infos hier.

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Bernhard - 12. April 2020

Hallo Thomas!

Danke vorerst für deine klare und kurzgehaltene Darlegung einiger Dubiositäten unserer Geschichte!Das einzige “Problem” das ich als Nachrichtentechniker und Verehrer Rudolf Steiners habe ist folgendes:
Kein Gebäude überlebt unbeschadet einen Blitzeinschlag ohne Blitzableittechnik!
Wenn man also ausser diesen “Verzierungen”, Kugeln und Metalldingern nichts findet was auf einen Blitzableiter hindeutet dann stimmt da was nicht!!!Natürlich ist es möglich Atmosphärische Energie zu gewinnen…ok.
Elektrizität ist aber nix konstantes und müsste vor der Nutzung “gerichtet” werden.Ein paart Antennen und schon leuchtet ganz Paris ist zuwenig.Man müsste mal schauen wie es unter diesen Verzierungen und Metallkugeln weitergeht.Auch in der Jetztzeit sind die Sendemasten, Antennen usw., also was wir von Aussen sehen nur die Spitze des Eisbergs.Vielleicht sollte man tiefer nachforschen….ich finde bezüglich meine “Problems” leider nix was Sinn macht.Nicht mal bei Rudolf Steiner finde ich was dazu obwohl ich bis jetzt in seinen Werken immer eine Lösung auf die meisten Fragen gefunden habe 🙂

….bleibt nur mich zu bedanken für deine Tolle Seite!

glg

Antworten
Heinz Harald - 7. Februar 2021

Lieber Thomas Christian,
zu den Straßenbahnen ohne Oberleitungen habe ich ein anderes Wissen.
Vor der Einführung von Oberleitungen bildeten die zwei Schienen die Stromzuführung. Es war auch die Zeit des Stromkrieges zwischen Tesla und Edison. Am Anfang fuhren die Straßenbahnen mit Gleichstrom, der aber bei längeren Leitungen wegen des wachsenden Widerstandes immer wieder neu eingespeist werden musste. Tesla hatte zu dieser Zeit den effektiveren Wechselstrom erfunden (Kraftwerk an den Niagarafällen), da er durch Transformatoren in höhere Spannung umgewandelt werden konnte. Hohe Spannung = kleinere Ströme = kleinerer Widerstand. Daher wurde die Weltausstellung 1893 in Chicago durch Wechselstrom über die Westinghouse-Stopper-Lamp großzügig beleuchtet.
Bei der Umstellung der Straßenbahnmotoren auf Wechselstrom passierte es, dass die Pferde mit ihren Hufeisen gleichzeitig auf zwei Schienen standen und durch den gegenüber Gleichstrom gefährlicheren Wechselstrom zu Tode kamen. Das nutze Edison aus, um gegen den Wechselstrom zu Felde zu ziehen.
Edison verlor den Stromkrieg und so wurden die Oberleitungen eingeführt, damit es nicht mehr zu diesen tödlichen Zwischenfällen führte. Wir hatten z.T. in Leipzig noch in den 50er Jahren Gleichstrom im Haushalt. Bei Versuchen mit diesem Gleichstrom erhielt ich ab und zu einen Stromschlag, der zu keinen gesundheitlichen Folgeschäden führte. Bei Wechselstrom kann das gefährliche Herzflimmern auftreten.
Also keine Freie Energie für Straßenbahnen in New York um 1900.

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    Thomas Christian Liebl - 7. Februar 2021

    Danke lieber Heinz-Harald,

    ja tatsächlich, so könnte es gewesen sein – doch (schnelle) Erklärungen sind nicht das Ziel dieser Serie.

    Mir geht es darum, auf die heute dominierende Art des Denkens aufmerksam zu machen, das von dieser eigenartigen intellektuellen Befriedigung begleitet ist. Siehste (mein Kind), ist doch alles ganz einfach. Nur ein wenig nachdenken und es zeigt sich: wir haben alles im Griff. Keine Freie Energie, kein Hokuspokus. Wir wissen ganz genau, was, wer, wann gemacht hat. Ganz logisch, aus A folgte B…

    Und befriedigt lehnt sich der Gelehrte in uns wieder zurück, und vergisst seinen Hamlet. Denn es würde ja verunsichern, dass es viel mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als der dürre Verstand zu fassen vermag.

    Es ist dies ein Denken, das in Teilbereichen seine Berechtigung hat, doch nicht zur Erklärung der GANZEN Realität taugt. Ein Denken, das den so dringende benötigten Zugang zum Übernatürlichen versperrt, weil es keinen Raum lässt oder lassen möchte für Ungereimtheiten. Dazu zählen z.B. Spontanheilungen, die von der rationalen-materialistischen Medizin mit Achselzucken ins Kuriositätenkabinett verbannt werden, weil ein darauf-eingehen unangenehm wäre. Dann müsste man sich nämlich jener überphysikalische Ebene zuwenden und sie in Betracht ziehen, die man mit Äther- oder Lebenskraft bezeichnet, wo es Astralreisen gibt und Moleküle nicht von Massenanziehung zusammengehalten werden.

    Vielleicht stimmt die Geschichte mit Tesla, Edison und Westinghouse sogar – woran berechtigte Zweifel bestehen – aber was ist dann mit all den anderen Ungereimtheiten, die in der Serie aufgeführt wurden? So gern auch ich auf dem Boden der Tatsachen stehe, so halte ich den Zweifel für ein Heilmittel. Der Zweifel, ob die Welt so ist, wie man uns sagte, der hat die Macht, das Denkgefängnis zum Einsturz zu bringen.

    Doch dazu muss man staunen und sich wundern können, ohne sofort nach Erklärungen zu suchen. Also die Erklärungsnot erstmal zu empfinden und auszuhalten. Dazu möchte ich hier anregen, dass man diesen Zustand sucht und eine Weile in ihm verbleibt. Erst dann kann die Trennung zwischen Wissenschaft und Religion, zwischen natürlich und übernatürlich spürbar werden, die Kluft, die mitten durch unsere Seelen geht. Nur daraus wächst der Wunsch nach Heilung des Risses.

    herzlich
    Thomas Christian

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