Folgen geistigen Vakuums: vom 1. Weltkrieg zum Kampf der Geschlechter

Teil 3 der Analyse zur „Augenöffner-Serie“

Folgende Erkenntnisse des letzten Beitrages (bitte lesen) soll jetzt ausgebaut werden:

  • Unsere Handlungen sind nicht nur das Ergebnis der Umstände, sondern entspringen auch oder vor allem mitgebrachten Lebensmotiven und Geisteshaltungen.
  • Weil wir die geistige Welt nicht mehr wahrnehmen, halten wir die physische Realität für die einzige, in der wir uns als genießende Zuschauer gemütlich einrichten.
  • Weil der Aufruf zur überfälligen Sinneswandlung nicht gehört oder verstanden wird, tritt er verquer in Erscheinung, z.B. als Transhumanismus oder Genderwahn.
  • Ideale wie Freiheit oder Brüderlichkeit sind reale Kräfte, die am falschen Platz zerstörend wirken.

Das Motto ist wie in allen Beiträgen: je besser wir uns selbst verstehen, und was in der Welt wirklich vorgeht, desto eher finden wir Lösungen für die mannigfachen Probleme.

Wer daran Interesse hat, findet nachfolgend eine Fülle weitgehend unbekannter Wissensperlen, die mit der Augenöffner-Serie inhaltlich ein Ganzes bilden. Wir berühren dabei Tabuthemen wie den 1. Weltkrieg und wer ihn verursacht hat, nähern uns den Wurzeln des Genderwahns und dem Sinn des Christentums. Unsere Zielrichtung ist weiterhin, verständlich zu machen, warum der eigentliche Krisenherd zwischenmenschliche Entzweiung ist, statt allein äußere Feinde, und dass sich diese eventuell sogar auf unseren Kosmos auswirkt.

Wo bin ich nur gelandet?

Zur Einstimmung ein paar Fotos. Sie dürften klarmachen, wie ich auf die verrückte Idee komme, unsere Seelenkräfte könnten Einfluss auf die physische Welt nehmen. Bei der bereits gezeigten Verwandlung Leipzigs hatte ich mich schon am Kopf gekratzt.

Doch bei diesen Aufnahmen nach der Eroberung Straßburgs im preussisch-französischen Krieg blieb mir einfach die Luft weg. Kanonen sollen solche Schäden angerichtet haben?

What?

Mehr fiel mir dazu erstmal nicht ein, denn Kanonen können solche Schäden nie und nimmer anrichten. Was dann? Könnten die Aufnahmen vielleicht gefälscht sein? Aber von wem, und wie? Außerdem, so sagte ich mir, wären es die aus Chikago und anderen Städten dann auch, wo es „gebrannt“ haben soll.

Lassen wir aber die Empfindung ran, und gehen wir nach der vom Fotografen eingefangenen Stimmung, dann wird es interessant!

Denn sie ist gleiche wie auf den zahllosen anderen schon gezeigten Bildern, wie z.B. den Reset-Cities: menschenleere Ödnis, totale Verwüstung und Zerstörung und – mitten drin verlorene Gestalten, die sich zu fragen scheinen, wie sie bloß dahin gekommen sind und wer das angerichtet hat. Eben dieses totale, auch heute zu beobachtende Unverständnis brachte mich auf die Spur!

„Was hab ich nur mit all dem zu tun?“ fragen sich ja auch jetzt so viele, wo alles den Bach runtergeht, Kirchen zerstört werden und die Fremden kommen. „Ich bin doch nur der liebe kleine so und so, der niemandem was tut und nur in Ruhe sein Glück suchen will! Woher kommen nur all die Verrückten und warum öffnet Mama Merkel die Grenzen?“ Ja, der Tourist in uns kann das nicht verstehen, der ohne Fragen immer nur auf die Oberfläche der Dinge blickt statt darunter. Wir erinnern uns an die „Visionen“ vom gemütlichen Ausflug auf den Eiffelturm – im Auto.

Wieviel wissen wir von dieser Welt?

Dass wir selbst mit all der Destruktion zu tun haben könnten, also der latente Lebensüberdruss und Hass in unseren Seelen, den wir uns natürlich selbst nicht eingestehen, denn selber ist man ja immer der Gute, darauf kommt man nicht so leicht. Auf diesen Bildern springt er einem aber förmlich ins Auge, sagt der Dichter in mir! Sie zeigen von Zerstörungswut verbrannte Erde, die sprichwörtlich keinen Stein auf dem anderen lässt.

Hierzu Rudolf Steiner (aus GA 173c):

„Wenn wir in unserem Sinne von Geisteswissenschaft sprechen, so bedeutet das ja, dass wir uns durchdringen müssen mit der Erkenntnis, inwiefern unsere Welt, die wir mit dem physischen Verstande und den Sinnen überblicken, die Offenbarung der geistigen Welt ist.“

Also müssen wir hinter die Kulissen schauen! Und warum?

„Deshalb habe ich Ihren Blick in der verschiedensten Weise auf die äußere Wirklichkeit gelenkt, und ich hatte dabei immer im Auge, was hinter dieser äußeren Wirklichkeit steckt, seien es direkt okkulte Faktoren, okkulte Impulse, sei es, dass okkulte Impulse von Menschen in dieser oder jener Beziehung gebraucht werden.

Die Ereignisse im Hintergrund ins Bild zu nehmen ist also das eine.

Und für den, der die Verhältnisse der Gegenwart ein wenig durchschaut, wird es in der Zukunft immer klarer werden – wenn er eben auf diese Gegenwart zurückschaut -‚ dass die alten historischen Betrachtungen, die alten geschichtlichen Betrachtungen, wie sie heute vorherrschend sind, nicht mehr ausreichen werden, um die Dinge zu verstehen, welche sich in der Gegenwart abspielen.“

Mit diesem 2. Teil bestätigt Dr. Steiner in einer Weise, die selbst ich als alter „Anthrohase“ nie für möglich gehalten hätte, dass wir selbst von der recht jungen Geschichte nur wenig wissen, und noch weniger verstehen.

Nur der Vollständigkeit halber sei hier angemerkt, dass es Waffen von der Kraft einer Atombombe schon immer gegeben haben muss, auch im und vor dem ersten Weltkrieg bis weit ins alte Indien. Wir reden von jener Art Zerstörungsgewalten, die die Zwillingstürme an 9/11 zu Staub zerfallen ließen. Was mich daran aber interessiert ist die Frage, in wie weit hier auch spirituelle Kräfte am Werk sind – also Magier, Geister und Dämonen?

Kollaps eines der Türme des WTC

Sicher könnten auch unbekannte Laserwaffen zum Einsatz gekommen sein, aber ist so ein Laser rein technisch?

Würden wir denn ohne spirituelles Wissen sicher beurteilen können, wann wir Kräfte zur Anwendung bringen, die eigentlich einer anderen Dimension entstammen?

Die Allgemeinheit dürfte sich gar nicht bewusst sein, dass die herkömmliche Physik mit ihren Vorstellungen von Materie und der Natur des Universums spätestens durch die Quantenphysik erheblich im Schwimmen ist. Das sogenannte Jenseits macht sich längst im Hier und Jetzt bemerkbar, doch das wird uns nicht bewusst, weil wir durch Filme wie Transformers längst an „Portale zwischen Dimensionen“ gewöhnt sind. Mit klassischer Physik hat das alles aber nichts zu tun, auch wenn so getan wird. Doch lassen wir das für den Moment so stehen.

Global Player und okkulte Gruppen

Das hochdramatische und folgenreiche (!) Ereignis des 11. September 2001 war für mich persönlich der Auftakt zu einer wahrlich abenteuerlichen Reise, die mich direkt hier in diesen Artikel führte. Und das wohlgemerkt nach bereits 20 Jahren mit Anthroposophie auf dem Buckel! Deshalb hatte ich auch kein Problem, bei all den Ungereimtheiten eine Verschwörung anzunehmen, dachte aber erstmals über Leute mit solch weltumspannendem Einfluss nach. Das ist ja eine ganz andere Liga, von der man nur durch James Bond eine (klischeehafte) Vorstellung hat.

Ich konnte mir aber vorstellen, dass es Menschen mit einem Horizont gibt, der über den nächsten Urlaub hinausgeht, ja vielleicht sogar Jahrhunderte umfasst. Leute mit für uns Normalos unvorstellbarer Macht über Wohl und Wehe von Millionen! Solche Macht ist aber, wie der Volksmund weiß, nie umsonst zu haben. Dafür muss man entweder der dunklen Seite seine Seele verkaufen, oder sie dem Guten verschreiben. Die meisten Mächtigen tun wohl ersteres, weshalb man so oft von satanischen Morden und anderen Perversionen hört.

Solche Gelüste sind nicht die Folge irgendwelcher psychologischer Mechanismen, sondern von Inspirationen.

Von Geistern kommen sie, deren Namen zwar bekannt sind, deren Aufgaben und Platz im Kosmos aber falsch dargestellt werden. Wir reden vom sogenannten Bösen, dem Teufel und Satan, auch bekannt als Luzifer und Ahriman. Ja, es gibt zwei Widersacher, nicht nur einen, und ohne ihr Wirken gäbe es unsere Daseinsebene nicht. Mehr kann an dieser Stelle nicht ausgeführt werden, aber die Links bieten Vertiefung. Besonders dieser Ahriman, von dem die meisten wahrscheinlich noch nie etwas gehört haben, spielt in unserer Zeit eine überaus wichtige Rolle.

Vergleiche doch mal obiges Bild vom WTC mit diesem Portrait, das Rudolf Steiner von Ahriman anfertigte. Natürlich beweist das alles überhaupt nichts, aber der spirituell Suchende kann da schon nachdenklich werden.

Für uns ist wichtig, dass beide gemeinsam die Kraftpole dieser Welt bilden, aber das vertiefen wir gleich. Diese mächtigen Wesenheiten sind jedenfalls die Inspiratoren sogenannter okkulter (=verborgen) Gruppen, die aus dem Hintergrund die Geschicke der Welt beeinflussen. Dort wollen sie auch verbleiben, umgesehen im Hintergrund, und deshalb brachten sie den Begriff des bösen, fehlgeleiteten Verschwörungstheorikers in die Welt, der eine Mehrheit auch erfolgreich vom eigenen Denken abhält. Uns hoffentlich nicht.

Verschwörer gibt es, wie auch mächtige Drahtzieher, und sie werden uns in zahllosen Filmen auch vorgeführt, natürlich als Karikatur. Man denke an die „Gesellschaft der Schatten“ in Batman Begins.

Wichtig ist, dass diese Gruppen in erster Linie zum Wohl der Welt arbeiten, aber bisweilen kommt es zu Komplikationen und daraus folgenden Eigenmächtigkeiten. Dann wirds böse.

Rudolf Steiner hierzu (GA 264):

„Niemand soll aber glauben, es bestehe eine Disharmonie zwischen den Meistern des Ostens und des Westens. Die Meister leben immer in Harmonie. Aber dennoch ist in der letzten Zeit eine tiefeinschneidende Änderung vor sich gegangen hinsichtlich der esoterischen Schule des Ostens und des Westens.“

Ähnlich wie im uns gezeigten Politkabarett, das ja nur Show ist, kommt es auf der wirklichen Ebene der Macht auch zu Meinungsverschiedenheiten, und zwar damals über die Frage, wie man die Menschheit am besten aus ihrer Geistvergessenheit herausholt.

„Aber immer mehr schwand mit dem Emporkommen des Materialismus das spirituelle Leben aus dem Bewusstsein der Menschen. Mit dem Ende des vorigen Jahrhunderts war der Materialismus so hoch gekommen, dass die Menschheit, sollte sie nicht zugrunde gehen, eines neuen geistigen Einschlags bedurfte.“

Ich nehme diese Möglichkeit sehr ernst, dass die Menschheit zugrunde gehen kann, und das ist übrigens der Grund für die Mühe, diese Informationen über meine Artikel zu verbreiten. Es wäre schön, wenn sie auch fruchtbaren Boden fielen und weitergetragen würden (Stichwort: Newslettereintrag!).

Von diesen okkulten Gruppen jedenfalls plädierte die eine dann für die Veröffentlichung bisher verborgenen, esoterischen Wissens, die anderen dagegen. Folgendes geschah:

„Eine einzige Persönlichkeit fand sich, die durch ihre psychische Veranlagung fähig war, die Stimme der Meister zu vernehmen. Dies war H. P. Blavatsky. Als sie ihre Arbeit begann, waren aber noch nicht alle okkulten Traditionen verloren. Vielmehr gab es zahlreiche Brüderschaften, die okkultes Wissen erhalten hatten, aber in einer starren, verknöcherten Form, ohne lebendiges Leben. Es waren dies orientalische Brüderschaften. Als nun H.P.B. ihre «Isis entschleiert » schrieb, pochten diese Brüderschaften darauf, dass das ja ihre Weisheit sei, denn viele Zeichen und Lehren waren ihnen bekannt und sie suchten auf alle Art, ihr Hindernisse in den Weg zu legen.“

(Aufzeichnung von Anna Weißmann einer esoterischen Stunde Rudolf Steiners vom 1. Juni 1907 / GA 264, S. 326-330)

Die Meister des Westens und Ostens

Die Geschicke der Menschheit werden also von solchen Gruppen beeinflusst, doch auch die höchste Weisheit kann alt werden, starr und damit unzeitgemäß. Dann braucht es frischen Wind, und der sollte in dieser Weltenzeit aus Europa kommen. Dort sollten diese zwei Strömungen / Kräfte verbunden werden, die schwerpunktmäßig im Osten und Westen wirken.

Manch einer wird da mit Eurozentrismus kommen, also dass diese Einteilung nur für uns Europäer richtig sei. Das stimmt aber nicht, denn Ost und West sind objektive, geistige Tatbestände. Ihr Wesen oder Grundcharakter erschließt sich aus dem Wissen um die (der Physik unbekannten) Pole des Daseins:

Aufbau und Abbau, Blühen und Verwelken, Wachstum und Absterben, Hitze und Kälte, Lösung und Erstarrung.

Die eine Kraft sorgt für Struktur und Form, die andere für Bewegung und Verwandlung. Repräsentanten sind der starre Kristall als Erdelement auf der einen Seite, und Quecksilber mit explosionsfreudigem Wasserstoff auf der anderen.

Zwischen beiden Polen entfalten sich alle Erscheinungen des Lebens.

Wer bereits ein wenig die Welt bereist hat, wird keine Mühe haben, diese so polaren Grundcharaktere des Daseins wiederzufinden.

Osten: Spiritualität hat Vorrang, (altes) Wissen um die geistige Welt, angewandt, um dem irdischen Jammertal zu entkommen, Streben nach Vergeistigung und Erdenflucht. Gesichter neigen zu weichen, runden, harmonischen Formen. Jugend- oder Blütepol der Welt – Feuer.

Westen: „Etwas aus sich zu machen“ hat Vorrang, anzupacken und sich die Erde untertan zu machen zur Schaffung materiellen Wohlstandes; Stichwort: industrielle Produktion und (Welt-) Handel, Macht und Dominanz. Gesichter kantig, energische Kinnpartie, oft knorrig wie Eichen; der Pol, an dem Dinge zu Ende gehen – Erde.

Afrika lassen wir mal aus, den eigentlichen Geburtspol. Das würde den Rahmen sprengen. Und falls Du Dich fragst, wieso der amerikanische Kontinent der Alterspol sein soll, wo man ihn doch als „Neue Welt“ bezeichnet: das ist wohl ein Missverständnis oder gezielte Irreführung, denn wie sich heute zeigt, war dieser Kontinent schon in uralter Zeit besiedelt.

Es wird den Amerikanern nur erzählt, dort sei nicht als ein paar Wilde in endlosen Weiten gewesen. Alles kommt gerade ans Licht, wie ich in diesem Beitrag zumindest angedeutet habe, und nicht grundlos (im wahrsten Sinn des Wortes) sind alle Großstädte tief untertunnelt, vielleicht noch tiefer als die 80 Meter unter London?

Dieses Land ist alt und tief durchtränkt mit Magie, Blut und Schicksal. Doch kommen wir zurück zu diesen okkulten Kreisen, und schalten einen Gang höher.

Alle gegen Mittelerde

Im ersten WK sprach man ja allgemein von den Mittelmächten (Deutsches Reich & Österreich-Ungarn), die gegen die sogenannte Entente (Vereinigtes Königreich, Frankreich, Russland) kämpften. Rudolf Steiner sprach aber sehr aufschlussreich von drei Machtblöcken, nämlich dem östlichen und westlichen, die sich gegen Mittelerde verbündet hatten.

Eine Dreiheit also, keine Dualität!

Weiter benannte er als einen maßgeblichen Grund für den 1. WK, dass das Deutsche Reich dem Westen oder westlichen Pol der Menschheit in seiner Hauptaufgabe Konkurrenz gemacht habe, nämlich in punkto wirtschaftlicher und militärischer Macht. Das sei nämlich der geistige Auftrag der im Westen inkarnierten Seelen, irdische Stärke und Tauglichkeit zu entwickeln, um diese dann – und das ist ein wichtiges Motiv – in die Menschengemeinschaft einzubringen.

Doch die Dichter und Denker verließen ihre angestammte Aufgabe, und konkurrierten mit dem Westen, wilderten sozusagen in deren Territorium.

Damit verstießen sie gegen die Spielregeln, denn sie sollten Ost und West ja verbinden. Die Antwort konnte nicht ausbleiben. (Dies kann hier nur in aller Kürze dargestellt werden, ausführlicher bei Axel Burkart)

Eine wichtige Etappe auf meinem Gedankenweg war, dass es hinter dem verwirrenden Flickenteppich aus Staaten und Machtblöcken eine klare Dreiteilung, oder besser Dreigliederung gibt. Es sind drei Ideale oder Kräfte, die hier ihre Wirkung entfalten, und so wird klar, warum

a) sich überhaupt diese 2 Machtblöcke von West und Ost, Kapitalismus und Kommunismus herausgebildet haben,
b) warum sie verfeindete Gegenpole sind,
c) und warum sie ausgerechnet im geteilten Deutschland Nase an Nase standen und stehen.

Quelle

Schon ganz irdisch-materiell kommt hier eine geistige Realität ins Bild: es fehlt die Mitte und Kraft, West und Ost auf Distanz und in Waage zu halten, und jeden an seinem Platz. Wir sprechen ja auch sehr beredt vom Machtvakuum, das, wie auch das physische Vakuum, gefüllt werden will und muss.

Nur als Nebenmeditation: das gegenwärtige Deutschland ist nichts Eigenes, ist nicht Mittelerde als dritte Kraft zwischen Ost und West, sondern ein Gebilde, das von kapitalistischen Wirtschaftsinteressen beherrscht ist, und von sozialistisch-kommunistischen Strömungen chaotisch durchzogen wird. Daher diese Soziale Marktwirtschaft. Der Begriff suggeriert ein Miteinander von Wirtschaft und Sozialem, doch tatsächlich schmeißt das Raubtier nur ein paar Brocken (Almosen) in die Menge, um sie ruhig zu stellen.

Dieses duale System ist eine Missgeburt, weil das entscheidende Dritte fehlt, das Herz oder die beide organisierende Herzkraft.

Wir werden das im nächsten Beitrag vertiefen.

Angriff oder Ansaugakt?

Wir wissen heute, dass der 1. WK nicht von Deutschland ausging, sondern von den westlichen Geheimgesellschaften gewollt war (s.o. A. Burkart). Von dieser Warte aus betrachtet können wir von einem Angriff auf die Mitte Europas sprechen, und so haben das unsere Vorfahren wahrscheinlich auch empfunden. Sie haben sich heldenhaft verteidigt, aber wohl nicht recht gewusst, wie ihnen geschah. Sie fühlten sich als Opfer unverschuldeter, äußerer Aggression, was sie zum Teil auch war, aber eben nicht nur.

Es ist schon erstaunlich, dass sich damals wirklich die ganze Welt auf Deutschland und Österreich stürzte, hier im Bild:

Quelle

Ganz schön unverhältnismäßig, nicht wahr? Aber gerade an diesem Missverhältnis wuchs mir der Verdacht, dies könne mit einem Sog zu tun haben. Die Welt konnte gar nicht anders, als hierher zu drängen, und zwar weil in Europa spirituell gesehen Leere herrschte.

Es gab kein geistiges Zentrum mehr, keine stabile Achse in der Mitte, an der sich die anderen Pole (Polaritäten) ausrichten und stützen konnten.

Dieser Verdacht wurde durch die Erklärung Rudolf Steiners erhärtet, was es mit der Dolchstoßlegende auf sich hat. Was ich erst seit kurzem weiß (auch dies eine Wissensperle für sich): das Deutsche Reich ging 1918 militärisch unbesiegt in die Waffenstillstandsverhandlungen im Wald von Compiègne bei Paris.

Respekt, bei solcher Übermacht! Völlig unbegreiflich muss deshalb erscheinen, warum die Führenden (!) dann die Bedingungen totaler Kapitulation und Entwaffnung akzeptiert haben, wie auch die Kriegsschuld und Reparationszahlungen. Das hätte man sich nicht bieten lassen müssen, tat es aber trotzdem, warum? War es Verrat?

Vielleicht auch, aber der eigentliche Grund war eine geistige Kapitulation!

Von deutscher Seite (die Dichter und Denker lagen ja in Ketten) hatte man nämlich den 14 Punkten des Woodrow Wilson, damals der amerikanische Präsident, nichts entgegenzusetzen. Dieser schwärmte z.B. von der „Selbstbestimmung der Völker“ als „Garant ewigen Friedens“. Beides hochgradige Illusionen und ausgemachter Unsinn, gegen den Rudolf Steiner wortgewaltig zu Felde zog! Leider stieß er auf taube Ohren.

Geistiges Vakuum

Solche „Ideen“ (die bis heute kursieren) waren zutiefst Ausdruck eines materialistischen Welt- und Menschenverständnisses, wo man nicht mit Impulsen rechnet, die Seelen auf die Welt mitbringen.

Diese fühlten sich, wie hier beschrieben, in der Mehrheit nicht mehr einem Volk zugehörig, sondern waren einem menschheitlichen Impuls zum Weltbürgertum verbunden. Spirituell gesehen gab es nur noch Individuen mit Wurzeln in oft vielen Kulturen. Diese nun in künstlich geschaffene (!) Volksräume zu pressen, deren Grenzen mit dem Lineal gezogen wurden, hieß, den Einzelnen wieder über Ausschlusskriterien zu definieren (Du bist Franzose und damit ganz, ganz anders als die Spanier!). Das konnte nur zu Auflehnung, Hass und die folgenden ethnischen „Säuberungen“ führen.

Ich erinnere mich noch gut an meine Verwirrung, wer im Jugoslawienkrieg denn nun eigentlich gegen wen kämpfte. Der Bosnier mit serbischen Wurzeln, einer kroatischen Frau und Muslim, kämpft gegen den Serben mit bosnischen Wurzeln und einer christlich-orthodoxen Frau. Häääh? Verstehst Du, was ich meine? Wir sprachen hier bereits ausführlich über das Problem moderner Identität.

Es gibt keine blutsmäßig homogenen Völker mehr, und deshalb kann man diese auch nicht befreien – sondern nur Individuen. Frieden kann nicht mehr von außen oder über Äußerlichkeiten gestiftet werden, sondern nur noch von Mensch zu Mensch geschlossen werden. Das halte ich für einen enorm wichtigen Leitsatz. Solcher Frieden setzt aber einen individuellen Willen voraus, der sich aus der Fähigkeit speist, den ursprünglichen Menschen hinter den Verschiedenheiten und Besonderheiten zu erblicken. Das kann Schlafmichel natürlich nicht.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=nWVG3n3oYyg&feature=youtu.be

Um die „Idee des Menschen“ wieder erfassen zu können, dafür brauchen wir in erster Linie ein neues Denken, zu dessen Schulung die Anthroposophie von Rudolf Steiner in die Welt gebracht wurde. Weil sie jedoch nicht aufgegriffen wurde, diese Fortführung des Werkes der Dichter und Denker,

…hatte die deutsche Führung den amerikanischen Ideen und Visionen nichts entgegenzusetzen.

In deren Köpfen spukte ja altes Cäsarentum und auf Gehorsam bauendes Großmachtdenken, das mit Freiheit und Entfaltung des Individuums nichts anzufangen wusste. Man mag das für tolle Ideen gehalten haben, aber aus Sicht der Engel war es dünne Luft – ein Vakuum. Dieses sog die Völker und die hinter ihnen stehenden Geistpole nach Mitteleuropa (wie heute die Flüchtlinge)!

Die Wogen der Unversöhnlichkeit brandeten herein und schlugen über unseren Landen zusammen. Ein geistiger Kampf war hier verloren oder gar nicht erst gekämpft worden. Und die Folge war dieser ansonsten so unverständliche Hass der Völker, der in der Seeblockade zum Ausdruck kam, die England bis 1 Jahr nach dem Krieg aufrecht erhielt, und wegen der in Deutschland über eine Million Menschen verhungerten.

Die richtige Antwort wurde nicht gegeben

Doch selbst dies, so Rudolf Steiner weiter, hätte in letzter Sekunde verhindert werden können, und zwar wenn nicht das preussisch-militaristische Deutschland an den Verhandlungstisch getreten wäre, sondern die drei Repräsentanten eines dreigegliederten Landes.

Wenn wir mal alles weglassen, womit wir uns so identifizieren, der Stadt z.B. oder dem Staat, der uns eine Identität bescheinigt. Wenn wir als echte Souveräne, die jetzt selbst alle Könige sind, mal all die Herrschaftsansprüche ausblenden, die irgendeine Krone oder sonstwer in einem Gebiet stellt, was bleibt dann übrig? Menschen mit

  1. allgemeinmenschlichen Bedürfnissen (Essen, Kleidung, Obdach),
  2. und einem hochindividuellen geistigen Leben, also was jemand als richtig empfindet und wahr erkennt.

So gesehen differenzieren sich aus dem biologisch einheitlich erscheinenden Zweibeiner schon zwei Menschen heraus: der Erdenbürger und der Himmelsmensch.

Essen müssen wir alle, aufs Klo gehen und schlafen. Wir haben alle haben diese typisch menschlichen Bedürfnisse. Deshalb dürfen und müssen wir uns hier als Geschwister oder Brüder empfinden.

Doch welche Religion jemand pflegen möchte, ob er es mit Nietzsche hält oder Micky Maus, Klassik mag oder Michael Jackson, das ist nicht typisch, sondern Sache individueller Entscheidung und Erkenntniswillens. Das kann und darf nicht verallgemeinert werden im „so macht man das bei uns“. Niemand hat hat einem mündigen Menschen vorzuschreiben, was er zu denken hat, und deshalb muss hier Freiheit herrschen.

Daraus kann folgende wichtige Einsicht folgen:

  1. die Früchte der Mutter Erde teilen wir – als ihre alle gleichermaßen bedürftigen Kinder – in geschwisterlicher oder schwesterlicher Weise.
  2. für unser Denken aber, was Kultur anbelangt, da ist jeder sein eigener Herr und hat in Eigenverantwortung wie Luther seinen Mann zu stehen.

Hier deutet sich das Mann / Frau-Thema an, das noch eine große Rolle spielen wird.

Halten wir fest: jeder von uns trägt zwei Menschen in sich, zwei Pole, die dummerweise aber zueinander im Widerspruch stehen.

Denn einsame, freie Entscheidung verträgt sich nicht mit geschwisterlichem Teilen und Rücksicht auf die Gemeinschaft. Zwei Ideale prallen hier aufeinander, die Brüderlichkeit und die Freiheit. Dies sind die gleichen zwei Pole (irdisch / geistig), die auf dem großen Plan als West und Ost in Erscheinung treten, als irdisch-wirtschaftliches Machtstreben und vergeistigende Spiritualität. Und wie dort sind sie auch hier miteinander im Konflikt.

Kopf, Bauch und die Dialektik

Was aber kann diese Pole in uns (und in der Welt) verbinden, diese beiden so gegensätzlichen Menschen? Das kann das nur das Herz leisten, zumindest bei freien Menschen, die sich nicht mehr von einem System führen und bevormunden lassen. Genauer gesagt ein dritter Mensch in der Mitte, der zwischen Erdenbürger und Himmelsmensch vermitteln kann, so wie unser Herz dies zwischen Kopf und Bauch tut – und zwar schwingend-rhythmisch.

Dieser dritte Mensch muss beide Seiten verstehen können, und abwechselnd dem einen und dem anderen lauschend, abwägend eine verbindende Lösung finden. Dazu muss er die Synthese aus den Gegensätzen bilden, also nicht beides ineinanderpanschen im faulen Kompromiss der sozialen Marktwirtschaft, sondern auf einer höheren Ebene daraus ein Neues entstehen lassen.

Anders ausgedrückt: Vater und Mutter müssen ein neues, von ihnen unabhängiges Leben gebären.

Das Problem solcher gegensätzlichen, einander widersprechenden Gegenpole bewegt die Menschheit schon lange, z.B. im Rahmen der Dialektik. Wir werden ja heute ermuntert, uns eine (möglichst einseitige) Meinung zu bilden, der dann Gegenmeinungen gegenüberstehen. Da glaubt sich dann jeder im Recht, und die anderen im Irrtum. Ist halt so, was soll man machen.

Tatsächlich aber haben oft beide recht, denn es kommt immer auf den Blickwinkel an.

Bevor die Naturwissenschaft altes Wissen hinwegfegte gehörte zu echter Geistesbildung, erst ein Plädoyer für den einen Standpunkt oder Sichtweise zu halten, und dann genauso überzeugend für den anderen. Reste dieser hohen Schule haben sich im Rollenspiel erhalten. Erst aus der höheren Sicht, die alle Sichtweisen berück-sichtigen kann, lässt sich nämlich die Wahrheit finden.

Kurz: aus These und Antithese ergibt sich die Synthese – auf einer wohlgemerkt höheren, sie beide umfassenden Ebene. Dieses Prinzip ist als Hegelsche Dialektik bekannt, und wurde bezeichnender Weise von einem deutschen Denker gefunden, dem Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Ganz wichtig: er entwickelte die Dialektik weiter.

Viele Deutsche wissen wahrscheinlich nichts von dieser Leistung eines ihrer Vorfahren, doch das sollten sie. Diese Methode lässt sich nämlich, wie alles im Leben, auch zur systematischen Manipulation des Denkens missbrauchen, was die okkulten anglo-amerikanischen Kreise auch ausgiebig tun. Das aber nur nebenbei.

Wir wollen diese Methode jetzt anwenden, um Gegensätze zusammenzubringen, aber nicht auf der Ebene des Denkens, wofür die Hegelsche Dialektik entwickelt wurde. Wir wollen das Denken selbst mit seinem Gegenpol verbinden, den viele Bauch nennen, ich den Willen oder unteren Menschen. Denn beim Bauch geht es ja um Verdauung, also um Auseinandersetzung mit dem, was wir so brauchen. Die Gedanken aber, die sind frei.

Der dritte Mensch

Himmelssohn und Erdentochter wollen wir in Einklang bringen, einverstanden?

Um das zu tun, braucht es Zauberkunst, genauer die Alchemie des Herzens, die wir im alltäglichen Leben durchaus ab und zu (meist unbewusst) praktizieren. Das tun wir dort, wo wir die Anliegen zweier Streithähne unparteisch in uns bewegen, sie uns zu Herzen und mit in die Nacht nehmen. Mit etwas Glück und geistiger Hilfe wachen wir dann mit einer Lösung auf – und zwar einer solchen, mit der sich wunderbarerweise beide ein-„verstanden“ fühlen können und die Ein-Klang bewirkt!

Das tut sie, weil und wenn beide gesehen und gewürdigt wurden; weil jemand da war, der sein menschliches Herz als (heiligen) Raum zur Verfügung stellte, in dem beide sich begegnen konnten. Einem Raum, über dem der Burgfriede waltet, und der vom Friedenswillen durchseelt ist. Ein Freiraum, in dem jemand regiert, der über Parteilichkeit erhaben ist, und deshalb die Schönheit, Besonderheit und Berechtigung beider zu sehen und zu würdigen vermag – und sie der jeweils anderen Partei vor Augen führt!

So kann der Vater durch die Mutter wieder die gemeinsame Gestalt erahnen, aus der beide mit der Schöpfung hervorgingen.

Durch die Frau kann der Mann die Erde (Heimat) lieben, und durch den Mann die Frau den (7.) Himmel. Weil es ein Kind gibt, in dem sich beide anerkannt und gewürdigt fühlen. Lassen wir das mal als Bild so stehen und wirken. Weitere Erklärungen folgen.

Wie aber Du sicher schon ahnst, geht es hier um ein heute kaum zu findendes, kostbares Gut; echtes Verständnis nämlich – also nicht im Sinne rational-intellektuellen Nachvollziehens – sondern von Erbarmen. Es schmerzt ein Kind, wenn die Eltern sich streiten, denn es hat ja beide lieb. „Ach Mama und Papa, könnt ihr euch nicht vertragen! Es barmt mich, euch im Streit zu sehen. Erbarmt euch doch des anderen und verzeiht ihm seine (unverschuldete) Andersartigkeit. Denn nur zusammen kann es doch gelingen!“

Die Fähigkeit echten Verständnisses, also sich zu erbarmen, sie wuchs in christlichen Landen über viele, viele Jahrhunderte. Und genau sie wird durch die Flüchtlingskrise herausgefordert, nicht ein abstraktes Christentum.

Diese menschheitlich neue Fähigkeit wurde gehegt und gepflegt im Schosse der (einst guten) Kirche und Fürstentümer, und zwar durch Praxis christlicher Nächstenliebe und christlicher Rechtsprechung. Denn deren Grundsätze lauten: „Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet“ und „Was ihr dem geringsten unter meinen Brüdern tut, das habt ihr mir getan“. Damit sollte die Erkenntnis der Tatsache angeregt werden, dass

  • wir alle Teile eines geistigen Menschheitsorganismus sind,
  • gegliedert in zwei Pole, die in herzlicher Abwägung aus einer Mitte verbunden werden müssen.

Die Heirat von Dichter und Denker

Erinnern wir uns an Ost und West: der amerikanische Erdenmensch wird repräsentiert durch den Denker, den einsam nach der Wahrheit suchenden „lone ranger“ mit dem großen Ego und Hang zum Weltpolizisten. Der östliche Himmelsmensch, der die Farben und alles Schöne so liebt und natürlich Gemeinschaft (zu der er jeden am liebsten zwangsverpflichten möchte), für ihn steht der Dichter.

Beide zusammenzubringen, das ist unsere Aufgabe, indem wir in uns fühlend die Hochzeit zwischen Dichter und Denker vollziehen.

In unserem Herz und hierzulande soll, getragen von (wahrhaft) christlicher Kultur, der neue oder dritte Mensch geboren werden, der Christmensch. Dies ist die Aufgabe jeder einzelnen Seele, die sich dem deutschen Geist verbunden fühlt, Michael und Christus. Doch um sie zu erfüllen, ist eines unerlässlich, nämlich den Kampf der Geschlechter zu beenden. Nicht durch deren Abschaffung, oder indem Unterschiede zwischen Mann und Frau einfach geleugnet oder durch Umerziehung vertuscht werden, sondern durch Verständnis.

Wer als Frau geboren wird, ist damit Repräsentant des Erdenmenschen, und Träger mit ihm verbundener Kräfte. Umgekehrt bei den Männern, den Repräsentanten des Himmelsmenschen.

Damit sich Himmel und Erde, Vater- und Mutterprinzip aber richtig durch uns manifestieren können, braucht jedes Geschlecht eine spezielle Erziehung. Nur dann bilden sich die Kräfte richtig aus, deren Träger wir sind, und diese können und müssen wir in einem zweiten Schritt handhaben lernen. Daraus wachsen „echte“ Männer und Frauen heran.

Wenn sich diese dann noch ins rechte Verhältnis zueinander stellen, ist an Versöhnung zu denken. Nur dann kann das Christkind geboren werden.

Wo nicht, werden sich Vater und Mutter gegenseitig vernichten, und der Erdenplan wird zum Schwarzen Loch. Mit dieser durchaus gewaltigen Perspektive will ich für heute schließen. Im nächsten Beitrag möchte ich meinen Blick auf Mann und Frau präsentieren, und damit hoffentlich Licht in diese heillos verworrene Geschlechterdebatte bringen. Du darfst gespannt sein.

Weiter zu Mann, Frau und der Geist der Gruppe

Thomas C. Liebl
 

Bewegungslehrer, Autor, Visionär. Mehr Infos hier.

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