Als der Mensch sich selbst verlor, und die Welt die Mitte.

Teil 2 der Analyse zur „Augenöffner-Serie“

Ich schreibe dies, weil Ostern naht, ich über Deutschland bloggte und gestern eine Vampir-Serie sah. Vor allem letztere, die wohl Millionen mit ihrer unterschwelligen Botschaft erreicht, gab mir den Schubs, endlich eine Erkenntnis zu teilen. Es geht um die so selten gestellte Frage: was können wir tun außer Lamentieren, oder kleine Brände zu löschen? Wo ist der Brandherd, und wie bekommen wir ihn unter Kontrolle?

Hier die Erkenntnis in Kurzform, zu deren vollem Verständnis der letzte Artikel bekannt sein sollte, und die Augenöffner-Serie am besten auch.

Wo ist der Brandherd?

Sind solch wahnsinnige Ideen, wie das ganze chinesische Volk von einer künstlichen Intelligenz überwachen und vollautomatisch bestrafen zu lassen, das mörderische 5G zu installieren, alle Äcker mit Glyphosat zu vergiften oder in Europa Zensur einzuführen, sind das nur Angriffe, Terrorakte weniger Verrückter? Müssen wir uns also auf die Angreifer konzentrieren, gegen sie protestieren oder gar unschädlich machen?

Oder sind wir es, die diese Verrückheiten anziehen wie der Haufen die Fliegen?

Genauer: könnte unsere Herzlosigkeit ein Loch im Menschheitsorganismus erzeugen, ein Vakuum dort, wo sein Herz sein müsste? Eine Art Schwarzes Loch, in das alle guten Gedanken verschwinden, und jene Wesen hierherzieht, die wir Teufel nennen?

Gibt es deshalb die Turbulenzen im Magnetfeld der Erde, und andere gravierende Anomalien, weil die Erdachse so orientierungslos taumelt wie das Selbstbewusstsein der Menschen?

Denn nur ausgespannt zwischen dem geistigen Himmel und Mutter Erde können wir innerlich aufrecht stehen – und eine Mitte haben.

Fehlt diese auch im großen Maßstab, weil die Menschheit in sich zerrissen ist, gespalten durch Befremdung und Entzweiung? Die immer heftiger aufeinander prallenden Gegensätze aller Orten lassen das vermuten.

Ich bin sehr sicher, dass unsere seelisch-geistige Verfassung Auswirkungen auf unseren Planeten hat, ja, dass wir es im Grunde sind, die ihn im Innersten zusammenhalten. Zerfallen wir aber als Menschheit, weil wir kein globales Band der Liebe spannen können, das uns über alle Differenzen eint, dann zerfällt auch unser Planet und die ihn schützende Atmosphäre.

Wenn dies so ist, kann nur eines Heilung bringen: intensive Bemühung um Versöhnung der Gegensätze, und zwar durch echtes Verständnis des Andersartigen. Plus und Minus sind auseinanderstrebende Gegensätze, wie auch Mann und Frau oder die politischen Mächte im Westen und Osten.

Die Welt besteht aus Gegensätzen und entfaltet sich dazwischen, aber sie müssen durch eine dritte Kraft zu einer Ganzheit verbunden werden: das ist die Liebe.

Die dritte Kraft

Früher nannte man diese Kraft des Kindes, in dem sich Vater und Mutter versöhnen, den Horus, oder bei uns das Christuskind. Wir reden hier also nicht über Religion, sondern über die spirituelle Natur unseres Kosmos, der in Unordnung gerät, weil der Menschheit die Mitte oder Menschenliebe fehlt.

In diesem Christuskind, das wir in uns nähren können, lebt die Uridee des Menschen auf, der alle Gegensätze in sich liebend verbindet und dadurch vereint. Diese Kraft wurde bis vor wenigen Jahrhunderten von höheren Mächten in die Welt gebracht wurde; jetzt müssen wir das aber selber tun.

Unterlassen wir dies, weil wir uns täglich weiter entzweien, statt uns zu erbarmen, könnte der Erdenplan in Flammen aufgehen oder kollabieren. Das ist meine Botschaft, die von aktuellen Ereignissen dramatisch untermalt wird. Ich bitte zu beachten, dass dies kein normales Feuer ist, denn Stein brennt nicht.

15.04.2019: Notre Dame brennt (Quelle)

Im kosmischen Familiendrama ist sicher nicht gewollt , dass es zum Kollaps kommt, aber das liegt nach meiner Einschätzung im Rahmen des Möglichen. Jetzt kommt aber das vielleicht Entscheidende:

Die hier gemeinte Art von Verständnis und Miteinander in die Welt zu bringen, dazu haben vor allem jene Seelen die Fähigkeit, die sich in Mitteleuropa inkarniert haben, und die man gegenwärtig „Deutsche“ nennt.

Der Deutsche Michel muss unbedingt und gegen alle Widerstände erwachen, und Anschluss an seinen Namenspatron finden – den Erzengel Michael. Nur die Erben der Dichter und Denker können mit Michaels und des Christus Hilfe die spirituelle Kraft spenden, die Mitte, deren Fehlen die Menschheit und die Erde taumeln und strudeln lässt.

Bildquelle und hier ein guter Beitrag

Vorschau und Überblick

Das ist die Erkenntnis, die ich Schritt für Schritt versuchen werde, zu erläutern. Sie ergab sich mir aus zahllosen Puzzlestücken, von denen jedes eine Wissensperle für sich ist. Etliche stellte ich auf diesem Blog bereits vor, viele noch nicht. Hier – auch als Vorschau auf den mehrteiligen Beitrag – ein Auszug aus meinem geistigen Notizzettel. „/“ symbolisiert die Vermutung von Querverbindungen, die in der Summe zur geschilderten Erkenntnis führten.

  • Menschen haben Magnetfeld wie die Erde Mensch und einen Vortex! „/“ Gemeinschaften auch?
  • Verbindung zu Antennen auf Kirchen = Kraftfeld „/“ Welchen Einfluss haben Glaubenskraft, Orgeln und Gesang (Kymatik)?
  • Existenz von Plasma- oder Schallwaffen (noch) im 1. WK? Daher Matsch auf Schlachtfeldern und Verwüstungen rund um die Welt?
  • Lügen der amerikanischen Regierung „/“ Umwandlung von Staaten in Firmen und Kommerzialisierung der Menschen = Gründerzeit
  • Fehlende innere Mitte und Ost-West Konflikt im Zusammenhang? „/“ Auch mit Kannibalismus von Weißen in Amerika, zunehmendem Satanismus und übersteigertem Fokus auf luziferische Illuminate?
  • Inkarnation Ahriman steht an; verändert er schon die Naturgesetze? „/“ Verbindung zu Mandela-Effekt?
  • Spielen die Amerikaner mit der Zeit, nicht nur dem Wetter? „/“ Was ist dran an der Matrix?
  • Wahre Gründe für Genderismus und anderen Wahnsinn? Wie 5G, Zerstörung der Jonosphäre und des Jetstreams, elektronische Überwachung & künstliche Flüchtlingskrise
  • Wie bewegen sich Waren-Ströme in einer Soziale Dreigliederung? Wie Blut in einem Organismus? „/“ Können wir aktiv ein kollektives Bewusstseinsfeld / -organismus erzeugen?
  • Christus und die Idee des Neuen Menschen „/“ Superman und sonstige Übermenschen als Karikatur der Wahrheit?

Begriffs-Salat

Im letzten Beitrag streiften wir das Thema „ist die BRD ein souveräner Staat mit Bürgern, oder eine Firma mit Personal?“. Zu dieser Frage gehört auch, ob wir im Grunde alle dem Handelsrecht unterstellt wurden, als Sachen betrachtet und unsere Geburtsurkunden an der Börse gehandelt werden, und ob es zur Korrektur der Abgabe einer sogenannten „Lebenderklärung“ bedarf.

Ganz sicher ist das an all dem viel Wahres, und ich danke den vielen fleißigen Mitmenschen für ihre wichtige Arbeit. Wie so oft vermisse ich aber einen wesentlichen Aspekt – nämlich erstmal zu klären, was ein „Mensch“ denn überhaupt ist. Das ist deshalb wichtig, weil Begriffe und Worte nicht nur Schall und Rauch sind. Alle Worte haben nämlich magische Macht und schaffen Realität! Worte lassen sich bekanntlich nicht zurücknehmen, und manche schneiden einem tief ins Herz oder wirken erlösend. Worte wirken, und zwar je nach dem seelisch-geistigen Inhalt, zu dem sie in Bezug stehen.

Ist nun ein Wort oder Begriff, wie „Mensch“, mit der falschen Vorstellung verknüpft, dann wird eben diese Realität.

Neulich fragte ich eine Psychologin, was denn die Seele sei. Sie wusste es nicht! Ja, in der heutigen Psychologie taucht selbst der Begriff fast gar nicht mehr auf. Auch in der Medizin nicht, oder in der Pädagogik, Staatskunde etc. Und wo doch, wird Seele mit Geist munter durcheinander geworfen, wobei letzterer mit Intelligenz verwechselt wird. Natürlich ahnen wir, dass da irgendetwas Höheres in uns ist, und dass man Menschen nicht wie Waren behandeln darf, weil sie doch eine Würde haben.

Aber was genau ist Würde, und was die Seele und der Geist?

Davon kann sich die heutige Wissenschaft keinen Begriff mehr machen, und zwar weil sie weder eine geistige oder übersinnliche Welt als Realität akzeptiert, noch Methoden kennt, diese zu erforschen.

Reduziert aufs Biologische

Ihre Forschungsmethoden können nur Sinnliches erfassen, also was wir wiegen, messen und zählen können. Logischerweise kommt sie Seele und Geist nicht auf die Spur, weil diese einer anderen, nicht-physikalischen Welt entstammen. Darum ging es bereits in diesem Grundlagenbeitrag.

Weil die Wissenschaft Bewusstsein und das Leben an sich auf Materie zurückführt (Stichwort Urknall), deshalb nannte sie Rudolf Steiner materialistisch.

Schon um 1900 brandmarkte er den fundamentalen Mangel, dass der Mensch die Idee des Menschen nicht mehr im Denken erfassen konnte. Er zeigte auch den Ausweg, siehe hier. Schon damals zeichnete sich die Tendenz ab, dass wir unser Menschsein durch Vergessen unserer geistigen Natur auf die rein irdisch-biologischen Aspekte reduzieren würden. Daraus musste in unbeirrbarer Konsequenz die Wirkung folgen, nämlich die Errichtung eines Systems, in dem

  • Menschen als Ware behandelt werden,
  • wir Kinder programmieren, statt sie zur Entwicklung anzuregen,
  • sie auf Konsum eichen,
  • und sie durchsexualisieren.

Siehe auch diesen Beitrag. Leben wir im Handelsrecht, und begreifen sich Staaten als Firmen und handeln entsprechend? Ja, ganz sicher ist das so, aber das ist nicht so sehr die Schuld irgendwelcher Bösewichter oder Eliten. Ohne ein entsprechend verbreitetes Selbstverständnis hätte sich das niemals durchsetzen können. Wenn Leute heute meinen, wir müssten das System durch irgendein neues ersetzen, oder die Politiker austauschen, dann irren sie gewaltig. Denn die herrschenden Zustände spiegeln einfach nur unsere innere Verfassung oder Verfassheit als Gesellschaft.

Dort müssen wir ansetzen, in unserem eigenen Denken und Fühlen!

Wir werden uns so lange als Rädchen im Wirtschaftsgetriebe wiederfinden, als Nummern im Staatsapparat, bis in weiten Kreisen wieder völlige Klarheit darüber herrscht,

  • dass wir uns aus einer geistigen Welt in diese Körper inkarnieren,
  • und somit eine Vorgeschichte und ureigenste Lebensziele haben,
  • dass es Christus und Engel, Seele und Geist gibt,
  • was diese sind und wie sie gepflegt werden,
  • und dass „Leben“ ebenfalls eine übersinnliche Kraft mit eigenen Gesetzen ist.

Erst wenn wir dies denken und fühlen, wenn wir „Mensch“ sagen, wird unsere Welt aufhören, sich immer mehr in eine Maschine zu verwandeln. Erst dann kann wieder Vernunft einziehen, und wir uns als Gestalter dieser Welt begreifen – einer Welt, in der Menschlichkeit Vorrang hat.

Genau das tun wir spätestens seit dieser Zeit der „Gründer“ nämlich nicht mehr.

Gesinnungswandel

Was an ihr auffallen kann, ist, in welcher Weise Menschen zu den Städten und ihren (wirtschaftlichen) Erfordernissen gestellt sind: sie sind dem untergeordnet! Häuser hatten da z.B. der Hochbahn zu weichen, und die Leute hatten kein Problem damit.

Zum Geist dieser „Gründerzeit“ und ihren neuen Städten gehörte ja vor allem, dass sie „verkehrsfreundlich“ waren.

Über Jahrhunderte hatte kein Gebäude größer als die Kirche zu sein, die das Zentrum der Gemeinschaften bildete. Gottgefällige Werke zu tun, das leitete die Entscheidungen der Menschen, und die Welt mit Lärm und Abgasen zu verseuchen gehörte dazu sicherlich nicht. Hier mal ein paar Eindrücke von damals.

Plötzlich aber wehte ein anderer Wind, und dem Verkehr wurde die Priorität gegeben, der Wirtschaft. Wie kam es zu dieser radikalen Wende? Diese Anblicke verdeutlichen, was ich meine:

So im direkten Vergleich und in der Summe sind die Errungenschaften der „Moderne“ schon erschütternd, nicht wahr? Ich sage damit aber nicht, dass die früheren Gebäude schön im Sinne eines Maßstabes für uns heute waren, doch immerhin schimmert die alte Welt mit ihrem Gestaltungswillen noch durch. Warum hat sich das so drastisch geändert? Aus der Not geboren war das definitiv nicht, wie immer behauptet wird. Das weiß ich aus genügend Städtevergleichen. Dahinter stehen ganz klar Entscheidungen, die einer Gesinnung folgen. Woher kommt sie?

Mein Ansatz ist: diese Wende war Ausdruck der materialistischen Gesinnung der Mehrheit, die sie aus der vorgeburtlichen Welt mitgebracht hatte!

Die meisten Seelen konnten keinen Bezug mehr zu ihrer geistigen Herkunft und Mission herstellen, und nahmen das irdische Sein als einzige Realität wahr. Man erinnerte sich nicht mehr, dass wir zum Lernen hier sind, und an entsprechender Lebensführung und Weltgestaltung Tugenden ausbilden sollen (siehe hier).

Weil wir uns aber trotz allem nach dem Sinn des Ganzen fragen, wurde eine Antwort mit Begeisterung aufgenommen: Spaß haben, darum geht es! Party und Fun, ja, damit wollen wir dieses (angeblich) eine Leben füllen.

Die Geburt des ewigen Touristen

Und so entstanden wie über Nacht die Weltausstellungen und Vergnügungsparks! Damals betrat eine neue Art Mensch die Bühne des weltlichen Theaters: der Tourist und Müßiggänger. Für ihn ist die Welt zu seinem Vergnügen da, verbunden mit höchstmöglicher Bequemlichkeit. Kaum ein Bild könnte diese Haltung besser ausdrücken als dieses:

Es war nicht genug damit, alle Kirchen in den Schatten dieses Stahlmonstrums zu stellen, das wahrscheinlich die ganze Stadt nachtschwärmerfreundlich erhellt und Strom produziert hat; nein, bequem mit dem Auto hochfahren, die Aussicht „genießen“ (ohne zu begreifen, was man sieht) und noch ein Käffchen schlürfen!

Davon träumte der neue Mensch und tut es bis heute. Ich hatte schon den Reichstag psychologisch betrachtet, nun auch die „Zukunftsvisionen“ der damaligen Zeit.

Sind das nicht wunderbare, herrliche Perspektiven? Raus aus dem Fachwerkhaus und freundlichem Marktgetratsche, um als winzige Ameise in diesen Dingern das Alleinsein zu genießen! Vollklimatisiert, versteht sich, und mit Klo in der Wohnung! Wer braucht schon Gespräch und Natur?

In dieser (neuen) Selbsteinschätzung als touristisches Arbeitsbienchen zeigt sich die zweite Seite der Geistvergessenheit: man begriff die Bedürfnisbefriedigung als vorrangig, und sich selbst als bedeutungsloses Atom in einer im Grunde sinnlosen, rein materiellen Welt. Gottgefällige Werke interessierten immer weniger, dafür der sogenannte Genuss immer mehr. Konsum wurde die neue Religion und natürlich Sex.

Hauen und Stechen

Dem machtvollen, kosmischen Engelwesen namens Mensch wurde der (kulinarische) Orgasmus das Höchste, und materieller Erfolg sein neuer Gott. Die blinde Evolution rückte an den Platz des weisen Weltenlenkers, und ihrem Gesetz begann man zu gehorchen: friss oder stirb! Nimm, was du kriegen kannst, du Menschenvieh. Hol dir dein Schnäppchen! Das hast du dir verdient nach all der sinnbefreiten Maloche.

Im Hinterhaus aber, im lichtlosen Schatten der prächtigen Fassaden, da gedieh und wuchs das Elend wie noch nie zuvor.

Aber es löste keine Empörung mehr aus, sondern nur den Wunsch, dem Grauen zu entkommen – gern auf Kosten der anderen. Hauptsache Ich, und die Gewinner des gottlosen Hauens und Stechens, die wurden als Helden und Winner gefeiert (siehe Raubbarone). Nun erzählt man uns immer, und wir beten es einander ständig vor, es sei schon immer so gewesen. Aber ein längerer Blick auf die Kathedralen sollte genügen, um das als Irrtum zu entlarven.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=k0L-rZVRvuU

Leute, die nur Fressen, Vögeln und Soaps im Sinn haben, bauen so etwas nicht! Das tut nur jemand, der seinen Lebenssinn in der Schaffung von Schönheit sieht, in gottgefälligen Werken und in der Bewahrung und Veredelung der Schöpfung. Diese Gesinnung drückt sich in den mittelalterlichen Städten und Klöstern ja überdeutlich aus, wo z.B. jene Artenvielfalt bei Obst, Gemüse oder Vieh erschaffen wurde, die wir von einer EU so bedenkenlos verbieten lassen. Wer braucht schon tausend Tomatensorten, wo wir doch die geschmacklose Einheitssorte haben?

Viele informieren sich, lesen Zeitung, aber in den Tiefen ihrer Seelen interessiert es die meisten die Bohne, was in der Welt vorgeht, oder im Nachbarhaus.

Intellektuell befriedigt aber ungerührt gehen wir weiter unseren Vergnügungen nach. So sieht es aus, und das ist nicht böse gemeint, weil es auch bei mir lange so war. Doch heute blicke ich mich wacher um, und erschrecke. Nicht so sehr über die (systembedingte) herrschende Dummheit und Unmenschlichkeit, als vielmehr darüber, dass kaum jemand deren Ursache sehen will: sie quillt aus uns selbst, aus einem Denken und Fühlen, das sich nicht mehr als kosmisches Wesen mit hoher Mission begreift, sondern als Konsument und Opfer.

Wir alle haben die gottlosen Welterklärungen der materialistischen Wissenschaft so tief verinnerlicht, dass wir an so etwas wie einen „Marktmechanismus“ glauben, der (weise) Angebot und Nachfrage so regelt, dass am Ende alle zu essen haben. Ein Glaube, oder besser Aberglaube ist das, an dem viele festhalten, die sich für aufgeklärt und gebildet halten, obwohl sich täglich das Gegenteil zeigt.

Dieser „Markt“, der ja nur Tarnung für egoistische Interessen und Machtspielchen ist, hat für den Touristenmenschen eine überaus wichtige Funktion: er enthebt einen nämlich der Verantwortung, miteinander sinnvolle Absprachen zu treffen, also was wie verteilt werden soll.

Da müssten wir unseren Mitmenschen wieder ins Gesicht sehen und selbst in den Spiegel, mit der Frage: was steht mir eigentlich zu vom großen Kuchen? Hab ich mir das Schnäppchen wirklich verdient (denn ich bin ja nicht blöd!)?

Ja wie blöd sind wir eigentlich, an den Mythos von der großen Marktmaschine zu glauben, der man sogar Gerechtigkeit unterstellt? Die ihre Zyklen hat, ihre Unpässlichkeiten und Hoch und Tiefs!

Der Glaube an dieses Ammenmärchen verhindert, dass wir etwas längst überfälliges tun: das Untertanentum von einst hinter uns zu lassen, und uns zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit füreinander verantwortlich zu fühlen, für die Erde und vor unseren Schöpfern. Dieser Schritt will getan werden im Zeitalter der Mündigkeit, wo es keine Führer mehr geben darf (auf jeden Fall bei uns nicht) außer dem eigenen Gewissen und dem herzlichen Anteilnehmen.

Doch was ist die unweigerliche Folge, wenn wir diesen Schritt verweigern? Darum ging es in einem Vortrag, den Rudolf Steiner 1918 in Zürich hielt (GA 182), also vor ziemlich genau hundert Jahren. Einleitend stellt er fest:

Was die Engel so tun

„Und der versteht den Menschen nicht, der glaubt, dass dieser Mensch bloß die Zusammenfügung ist von Knochen, Blut, Fleisch und so weiter, von denen uns die gewöhnliche Naturwissenschaft, die Physiologie oder Biologie oder Anatomie erzählen.“

Er berichtet aus seiner Schau, dass die Engel versuchen, die Menschheit aus der Geistvergessenheit zu holen. Dazu formen sie Bilder, die sie in unsere Seelen träufeln.

„…und sie wollen solche Bilder (…) erzeugen, welche ganz bestimmte soziale Zustände im menschlichen Zusammenleben der Zukunft herbeiführen. Die Menschen können sich sträuben, anzuerkennen, dass Engel in ihnen Zukunftsideale auslösen wollen, aber es ist doch so. Und zwar wirkt ein ganz bestimmter Grundsatz bei dieser Bilderformung der Angeloi. Es wirkt der Grundsatz, dass in der Zukunft kein Mensch Ruhe haben soll im Genusse von Glück, wenn andere neben ihm unglücklich sind. Es herrscht ein gewisser Impuls absolutester Brüderlichkeit, absolutester Vereinheitlichung des Menschengeschlechtes, richtig verstandener Brüderlichkeit mit Bezug auf die sozialen Zustände im physischen Leben.

Ihre Absichten gehen aber weiter, und zwar:

Mit Bezug auf das seelische Leben der Menschen, da verfolgen sie durch ihre Bilder, die sie dem astralischen Leibe einprägen, das Ziel, dass in der Zukunft jeder Mensch in jedem Menschen ein verborgenes Göttliches sehen soll. […] Den Menschen zu erfassen als Bild, das sich aus der geistigen Welt heraus offenbart, so ernst als möglich, so stark als möglich, so verständnisvoll als möglich, das wird in die Bilder durch die Angeloi gelegt.“

Wovon er hier spricht, ist das Gegenmittel zur oben geschilderten Touristenkrankheit und „Hauptsache Ich“-Haltung!

Es gibt ja gute, berechtigte Gründe, warum sich alles so entwickelt hat, aber wir müssen aus diesem Zustand raus, denn:

„Also es kommt der entscheidende Punkt, wo gewissermaßen nach rechts gegangen werden kann: dann aber muss gewacht werden; oder nach links gegangen wird: dann kann geschlafen werden; aber Instinkte treten dann auf, Instinkte, die grauenvoll sein werden. (…) Die Naturwissenschaft wird nichts bemerken von dem Ereignis, von dem ich Ihnen gesagt habe, denn sie wird selbstverständlich, wenn die Menschen zu halben Teufeln werden durch ihre sexuellen Instinkte, das als eine Naturnotwendigkeit ansehen.“

Er sagt also nichts weniger, als dass wir zu Monstern werden, wenn wir nichts Höheres finden als sexuelle (überhaupt sinnliche) Befriedigung. Damit wir uns recht verstehen: es geht hier nicht nur um Nymphomanentum, Gang Bang unter Kindern (!), Swingerclubs oder sonstige Blüten der „mal schnell f…“-Unkultur.

Auch wenn jemand keusch lebt, werden durch die Unterlassung, seine Augen für die Göttlichkeit seiner Mitmenschen zu öffnen, diese grauenvollen Instinkte in seiner Seele auftreten. Wir reden von regelrechten Mordgelüsten, die man heute schon beobachten kann, z.B. wenn manche diesen „Holocaustleugnern“ und all den anderen Verschwörungstheoretikern am liebsten den Hals umdrehen wollen. Ich erlebe das zur Genüge. Auch die Verachtung, mit der man über „Hartz 4ler“ als Schmarotzer herzieht, hat hier ihre Wurzeln. Wohin das führen kann, werden wir gleich vertiefen.

Sehr aktuelle Prophezeiungen

Die zweite Konsequenz, über die Rudolf Steiner spricht, finden wir auch bereits bewahrheitet:

„Man wird instinktiv Einsichten bekommen in die Heilkraft gewisser Substanzen und gewisser Verrichtungen, und man wird ungeheuren Schaden anrichten dadurch, aber man wird den Schaden nützlich nennen. Man wird das Kranke gesund nennen, denn man wird sehen, dass man da in eine gewisse Verrichtung hineinkommt, die einem dann gefallen wird. Es wird einem einfach gefallen, was die Menschen nach einer gewissen Richtung hin ins Ungesunde hineinführt.“

Klingelt da was? Stichwort „Zwangsimpfungen“? Wer gesund bleiben möchte, sollte um klassische Mediziner ja inzwischen einen möglichst großen Bogen machen, nicht wahr. Jetzt die dritte Konsequenz aus der Weigerung, die Inspirationen der Engel aufzugreifen:

„Das dritte, was sich ergeben wird, das wird sein, dass man ganz bestimmte Kräfte kennenlernen wird, durch die man, ich möchte sagen, nur durch ganz leichte Veranlassungen, durch Harmonisierung von gewissen Schwingungen, in der Welt große Maschinenkräfte wird entfesseln können. Eine gewisse geistige Lenkung des maschinellen, des mechanischen Wesens wird man gerade auf diese Weise instinktiv erkennen lernen, und die ganze Technik wird in ein wüstes Fahrwasser kommen. Aber dem Egoismus der Menschen wird dieses wüste Fahrwasser außerordentlich gut dienen und gefallen.“

Hier denkt man natürlich sofort an die von den USA angestrebte Kontrolle über das Wetter, die sie dank HAARP & Co. wohl auch schon haben. Aber auch diese Aufbauten auf den Kirchen und großen Häusern kamen mir bei diesem Zitat in den Sinn, die den 5G-Sendeanlagen ja nicht ganz unähnlich sind. Wer sagt uns denn, dass dies „gute“, also menschenfreundliche Technologie war? Viele glauben das, die unsere Städte als Erbe des „guten“ Großreich Tartaria begreifen.

Wichtige Gesetzmäßigkeiten

Als Zwischenstand möchte ich folgendes festhalten:

  • es kommt nicht darauf an, ob sich jemand für ein geistiges Wesen hält oder nicht. Wir sind es, und die Leugnung dieser Tatsache hat Konsequenzen.
  • will man den Grund für so manchen Irrsinn verstehen, der heute geschieht, dann muss man sich auf die ständig wiederholten Schlagworte konzentrieren, und überlegen, wie sie auf der höheren Ebene gemeint sein könnten (aus der sie stammen!).

Nehmen wir nur die Freiheit, die im Zusammenhang mit der freien (?) Wahl des Geschlechtes derzeit ständig im Munde geführt wird. Seit 200 Jahren hallt der Ruf nach Freiheit des Denkens durch deutsche Lande, aber auf einmal sollen wir etwas wählen, was ja biologisch festgelegt ist? Wer Jungs und Mädels mal ein wenig beobachtet, kann doch gar keinen Zweifel daran haben, dass bestimmte Verhaltensweisen ganz aus ihnen selbst kommen! Woher also die aggressive Vehemenz, mit der das geleugnet wird?

Die Energie speist sich daraus, dass die Freiheit endlich in die Welt will. Hinter diesem Ideal, das unsere Vorfahren beseelte, steht eine reale Wesenheit. Sie will hierher, aber kann es nicht, weil ihr der Materialismus in den heutigen Seelen den Weg versperrt. Folglich wird sie in einen Bereich abgedrängt, wo sie weder wirken soll noch darf. Wie wir im nächsten Beitrag sehen werden, kommt die Befreiung von den Geschlechtern – statt ihren Sinn neu zu greifen – kollektivem Selbstmord gleich.

Also nochmal: wo es besonders sinnlos zugeht, erscheint eine zeitgemäße Idee am falschen Platz.

Leuchtet dieses Prinzip der Verdrehung ein, werte Leserin und Leser? Nur unsere Gedanken können wir frei wählen, unsere Körper aber nicht. Was wir wählen sollen und können, ist die Geistesart, wes Geistes Kind wir sind, aber nicht die physische Abstammung. Die ist ja festgelegt.

Die Engel missverstanden

Auch die Anhänger des Genderimus vernehmen den Ruf der Engel oder des Menschheits-Ich, missverstehen es aber. Dieses Prinzip der Verdrehung fand ich in zahllosen Fällen, z.B. in der eingangs erwähnten Vampirserie „The Strain“. Sie ist genauso unterhaltsam wie lehrreich!

Quelle

Wenn man sie mit wachen Ohren hört, und im Wissen um das Wirken der Engel (s.o.), dann dröhnen manche Sätze wie Donner! Da erklärt der alte Vampirjäger einem Jungen, warum ihn sein verwandelter Vater angriff.

„Es ist wie ein Fluch, eine unheimliche Verkehrung der Liebe, die wir für Menschen empfinden. Er bewirkt, dass wir jene verzehren wollen, die wir liebten“.

Anders als in den meisten Zombiefilmen wird hier ein wichtiges Element deutlich herausgearbeitet, nämlich dass wir einander i.d.R. nicht freilassend lieben, sondern „zum Fressen gern haben„. Nur das gilt heute ja als Liebe, wenn es so richtig leidenschaftlich wird, sich zwei die Klamotten runterreißen und übereinander herfallen, sich nacheinander verzehren und ohne den anderen gar nicht mehr leben können!

Dies ist aber nur das Zerrbild von Liebe, und nicht umsonst schon von der Wortwahl so nah am Heißhunger, in dem wir etwas in blinder Lust verschlingen. Um einen selbst geht es bei dieser Art von Liebe, um Stillung von Gelüsten, und der „Partner“ wird überhaupt nicht gesehen.

Es wird in der kommenden Zeit nicht viel brauchen, und das wird in Kannibalismus umschlagen, der ja bereits hoffähig gemacht wird. Lies doch bitte mal „Warum Kannibalismus aktuell ist und uns alle angeht“.

Die Kannibalen kommen

Ja, ganz recht, das geht uns alle an! Denn „Die Ängste des Verschlungenwerdens“, wie eine Zwischenüberschrift im Artikel der Welt lautet, sind alles andere als unbegründet. Wenn wir nicht lernen, einander wieder als göttlich-geistige Wesen zu sehen, dann werden wir uns unweigerlich verwandeln.

Wozu, schildert die Vampirserie: zu androgynen, unsterblichen Wesen mit übernatürlichen Kräften.

Dieses „übernatürlich“ tönt mit solcher Kraft in unsere Bewusstseine, dass man davon taub werden könnte, doch es wird missverstanden. Es ist nicht gemeint, dass wir unsere irdische Hülle und die Organe darin perfektionieren sollen, wie es der Transhumanismus will.

Bezeichnender Titel des Bildes: „Die Abschaffung des Menschen“ (Quelle)

Auferstehung vs. Transformation

Gemeint ist, die natürliche Welt zu durchgeistigen. Die Welt der Sinne zu durchschauen, um wieder Anschluss an unser übersinnliches Wesen zu finden, das ist gemeint. Unternehmen wir diesbezüglich keine Anstrengung, dann werden wir tatsächlich eine Auferstehung feiern, aber als Monster, die alles Menschliche abstreifen. Ich bitte das tief, tief wörtlich und sehr ernst zu nehmen. Das sind keine Phantasien, sondern Visionen, und es ist kein Zufall, dass sie mit christlichem Vokabular hantieren.

Denn auch jemand anderes ist auferstanden und besiegte den Tod, nicht wahr? Der Christus nämlich.

Um dieses hohe geistige Wesen dreht sich das gewaltige Werk Rudolf Steiners, um zu vermitteln, nach wem das christliche Abendland eigentlich benannt wurde. Fast alles, was die Amtskirchen aus ihm gemacht haben, die nur noch den menschlichen Träger des Sonnengeistes kennen, den Jesus, kann man getrost in die Tonne kloppen.

Ja, der Christus ist der ehemalige Regent der Sonne, und nun der Geist der Erde, weil er sich mit ihr vereinigt hat.

Titel: „Christus als wahrer Weinstock.“ (Quelle)

Und was ist Hauptbotschaft des Christus? Nicht Liebe per se, nein, so einfach ist es nicht. Er sagte nicht, wir sollten recht brav sein und nichts Böses tun. Zur Erinnerung hier das Zitat aus dem letzten Beitrag:

„Daher ist die Mission des Christus Jesus und das Ideal des Christentums ausgedrückt in den Worten: «Wer nicht verläßt Vater, Mutter, Bruder und Schwester, der kann nicht mein Jünger sein.»“

Unsere Einseitigkeiten zu überwinden, also uns nicht mehr mit dem zu identifizieren, was uns von anderen trennt, dazu forderte er uns meines Erachtens auf.

Was genau ich damit meine, warum Mann und Frau Träger kosmischer Kräfte sind und wie unsere sozialen Spannungen Einfluss auf das Magnetfeld der Erde nehmen, werden wir im zweiten Teil untersuchen.

Das Fazit für heute:
In wenigen Tagen ist Ostern (heute ist der 16.04.19), dessen ursprünglichen Anlass wahrscheinlich die wenigsten feiern: die Auferstehung eines geistigen Wesens von den Toten – zur Rettung der Menschheit. Ja, wie soll das denn gehen, werden viele fragen. Weil das auch nicht so einfach zu fassen ist, möchte ich zu folgender Meditation anregen.

Sieh auf die vielen Autos, den Lärm, die Hektik und Konsum und frage Dich: wie konnte es nur so weit kommen? Ist nicht offensichtlich, dass wir die Herrschaft abgegeben haben? Und wäre denkbar, dass wir sie gemeinsam wiedererlangen? Zappe dann durch die Fernsehkanäle, registriere die Schlagworte / Themen und frage Dich: ist es Zufall, dass wir von der Tele-Vision sprechen, und von „in die Ferne sehen“?

Was könnte dort zu sehen sein? Welche Vision hättest du gerne, dort in der Ferne der Menschheitszukunft, an der wir alle teilnehmen werden, du, ich, wir alle?

Ja ja, aussteigen gilt nicht! Wir werden schön unsere irdischen Runden drehen, bis wir die Lektion verstanden haben. Und entweder heim in den Himmel finden, oder zur Hölle fahren. Es liegt an uns, an jedem Einzelnen. In der Hoffnung auf gegenseitiges Erkennen als Geistgeschwister wünsche ich frohe Ostern. Dein Thomas Christian

Weiter zu Folgen geistigen Vakuums: vom 1. Weltkrieg zum Kampf der Geschlechter

Thomas C. Liebl
 

Bewegungslehrer, Autor, Visionär. Mehr Infos hier.

- 0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar: