Woher kommt Geld?

Banken verdienen kräftig an Geld, das sie nach Belieben schöpfen dürfen. Ein Gaunerstück der Extraklasse.

“Was würdest Du machen, wenn Du eine Million hättest?” Die beliebte Partyfrage. Ach, da kommt man schnell ins Schwelgen und Träumen! Ja, das wäre schön, aber leider… Und so begeben wir uns resigniert wieder ins Hamsterrad.

Wir akzeptieren, dass Gehälter niedrig und die Kassen leer sind, wie man uns immer wieder einbläut. Schon komisch, dass sich Politiker trotzdem Diätenerhöhungen genehmigen können, während das Kindergeld stagniert und Straßen langsam verfallen. Und Geld für Bankenrettung ist irgendwie auch da. Aber na ja.

Aber wo kommt das Geld eigentlich her? Wo ist die Quelle?

Es wäre so naheliegend, sich das mal zu fragen, aber auch ich tat es erst vor ein paar Jahren. Als ich kapierte, wie das System funktioniert, habe ich den Mund tagelang nicht mehr zubekommen.

Geldschöpfung aus dem Nichts

Alle die ich fragte, waren der Überzeugung, dass brave Sparer ihr Geld zur Bank tragen, wo es andere dann leihen können. Also nur wenn Geld in der Bank ist, kann diese es auch verleihen!

Klingt nach einem vernünftigen Deal, an dem die Banken ruhig ein paar Zinsen verdienen dürfen, oder? Das war auch mal so, bis 1971!

Seitdem dürfen Banken Geld verleihen und daran verdienen, das sie gar nicht haben!

Ja, das konnte ich anfangs auch kaum glauben, und als ich 2011 davon erfuhr, war im Netz kaum was darüber zu finden. Jetzt drängt die Wahrheit langsam ans Licht, wie etwa in diesem Beitrag:

Der Plot ist einfach: wäre ich eine Bank, müsste ich nur einen Euro bei der Zentralbank hinterlegen, und könnte Dir, liebe Leserin oder Leser, einen Kredit über 100 Euro geben. Die restlichen 99 Euro, die schöpfe ich einfach per Knopfdruck. Die ganze Gaunerei hat sogar einen schicken Namen: Mindestreservesystem.

Geschäftsmodell und Konsequenzen

Jetzt stell Dir vor, ich würde Dir eine Million für einen Hauskauf leihen, für die ich gerade mal 10.000 Euro hinterlegen muss. Bei einer Laufzeit von dreißig Jahren kommt da allein für Zinsen ein stolzes Sümmchen zusammen. Doch das ist gar nicht mein Hauptgeschäft. Denn wenn Du Deinen Job verlierst, womit heute früher oder später zu rechnen ist, steh ich schon auf der Matte; ich warte, bis Du pleite gehst, und schnappe mir Dein Haus für 200.000 in der Zwangsversteigerung.

Dann verkaufe ich es zum Marktwert von inzwischen 1,2 Millionen und habe somit weit über eine Million Plus gemacht. Einsatz: 10.000 Euro. Das nenne ich mal ein Geschäftsmodell!

Da glaubt doch der Normalbürger immer noch, Geld müsse verdient werden! Nein, Geld entsteht nicht durch (ehrliche) Arbeit, ist es noch nie. Egal, ob wir Gold aus dem Boden holen und als Währung installieren, oder eben Papier: die Währung hat mit der geleisteten Arbeit erstmal gar nichts zu tun. Wie ich hier beschrieb, bescheinigt mir ein 20 Euro-Schein schlicht das Recht auf eine bestimmte Menge an Nahrung, Kleidung etc.

Geld ermöglicht Arbeit, weil Menschen essen, sich kleiden und im Warmen ausschlafen können. Und natürlich gewährt es auch Zugang zu Ressourcen wie Baumaterial. Es wäre problemlos möglich, einem jungen Menschen 500.000 in die Hand zu drücken – und zwar ohne Zinsen und Rückzahlungspflicht – damit er sich eine Grundausstattung besorgen kann. So aber sind wir Sklaven der Banken, die uns für Geld schuften lassen, dass sie selbst nur gedruckt haben.

Die Nutznießer dieses Systems können nicht nur in Saus und Braus auf Kosten der anderen leben.

Schlimmer noch finde ich, dass Banken bei dieser Art der Geldschöpfung die Macht verliehen wird, über die kulturelle Entwicklung zu bestimmen.

Üblicherweise investieren sie ja nur in gewinnträchtige Sparten, zu denen der soziale oder künstlerische Bereich nun mal nicht gehören. Deshalb “fehlt” das Geld für Kranken- oder Altenpflege etc.

Fazit

Das Recht, Geld zu schöpfen, gehört nicht in die Hände von gewinnorientierten Privatpersonen (Banken), sondern in die Hände der wirtschaftenden Menschen! Lies bitte auch meine Artikel zur Rolle des Geldes und das Märchen von der Inflation. Zusammen ergeben sie ein Bild.

Zum Abschluß empfehle ich Dir dieses sehr informative Video:

Passend zum The​ma

​​Mal ein völlig neuer, augenöffnender Blick aufs Ganze! ​Vorträge von Axel Burkart. 

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Zum Verständnis meiner ​Beiträge lies bitte die ​Grundlagen-Artikel​!

Thomas C. Liebl
 

Bewegungslehrer, Autor, Visionär. Mehr Infos hier.

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